Montag, 24. April 2017

Ein Lied.....

...... und Erinnerungen werden wach!

Lieder sind für mich eine Glückseligkeit! Sie begleiten mich tagtäglich seitdem ich denken kann. Meine Mutter hat schon geträllert und ich liebte ihre Stimme und ihr strahlen. Am Morgen lief immer der Radio und obwohl es nicht mein Musikgeschmack war, konnte auch ich die Schlager und volkstümliche Musik, sowie ungarische und serbische Lieder mitsingen. So sangen und lächelten wir gemeinsam.

Vor einigen Wochen, die zwei Jüngsten waren krank und ich immer wieder Nachts an dem einem oder anderem Bett. Mit Musik im Ohr sitzt es sich besser und mein YouTube Verlauf erweitert sich.

Bei einem Lied, dass ich so mal anklickte kamen mir plötzlich die Tränen. Zuerst war ich ganz verwundert und fand gefallen an den Stimmen und besonders an dem Gefühl, dass durch den Bildschirm meines Handy's zu mir durchdrang. Immer und immer wieder klickte ich auf Play. 

Es war der Refrain, der mich an die letzten Worte meiner Mutter erinnerte. Unser letztes Telefongespräch vor ihrem plötzlichem Tod. "Mein Schatz, wenn man einmal wirklich liebt im Leben, dann liebt man für immer!" Kurz danach war sie tot. Sie ist nicht an gebrochenem Herzen gestorben, sondern an einem Gehirnschlag. Ihr Herz war schon lange gebrochen und trotzdem war es voll Liebe, oder vielleicht gerade deswegen.

Dieses Lied begleitet mich jetzt. Ich höre es wann auch immer und denke an meine Anyukám!

Was für eine tolle Frau sie doch war! Mit wunderbaren, erstrebenswerten Eigenschaften und Talenten, Ihre Schönheit hat mich schon als Kind verzaubert. Diese seidige geschmeidige Haut, das bezaubernde Lächeln, ihr Duft und ihre Stimme, die ich wie so vieles andere vermisse.

Einmal werden wir wieder gemeinsam singen und lachen, bis uns die Bäuche wehtun. 

Anyukám nagyon szeretlek!


Dienstag, 18. April 2017

Ostermontag.....

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..... Spaziergang!

Mit meiner ältesten Tochter alleine Zeit zu verbringen ist eine wahre Seltenheit auch wenn der Wunsch noch so groß ist. Schule, Musical, arbeiten und lernen geht meistens vor und wenn sie ein wenig Zeit dazwischen zur Verfügung hat bin ich mit meinem Alltag und den kleineren Kindern beschäftigt. Als Älteste muss man da leider oft zurückstecken. Ich erinnere mich an meine Kindheit und die besondere Zeit die meine Mutter für mich hatte.

Heute haben wir uns Zeit gestohlen und sind mit Cyra auf in die Natur zum Engelermeer gegangen ca. 10 min von unserem Kasteel entfernt.



Herrlich! Die Sonne war warm, der Wind nicht zu kalt und reden, viel zuhören (weil es so angenehm ist) und die Zeit genießen.

Die Pläne der jungen Dame ändern sich im Tage-Wochen-, oder Monats-Takt und immer ist es interessant.  Wenn man so am plaudern ist, geht es sich einfach und schnell. Alles ist leichter und im nu sind wir einige Kilometer gegangen.

Nie wird es langweilig, ich liebe es mit dieser sprudelnden Schönheit unterwegs zu sein.

Donnerstag, 6. April 2017

Tomorrow is.....

always fresh!

Im Dunkeln der Nacht habe ich mich ohne Mundschutz aus dem Haus getraut! Bin mit meiner 4-beinigen Partnerin durch den späten Abend gestapft und habe im Mondlicht eine paar Schritte zu Michael Bublé getanzt.

Heute Nachmittag  ist mir, in einer kleinen Ewigkeit von 20 Minuten, meine Prothese entfernt worden. Ein Moment des Nackt-seins überkommt mich immer, wenn die Prothese entnommen wird. Ich versinke für einen Augenblick, schließe meine Augen um durch dieses Gefühl hindurchzutauchen. Das Gefühl ist unbeschreiblich, für mich fast eine andere Art der Demütigung. Ich kann dem Gefühl nicht entrinnen, mit gerader Haltung wünsche ich mir unsichtbar zu sein.

Morgen wird an meinem Kiefer weitergearbeitet! 

An der im September stattgefunden Knochentransplantation wird weitergearbeitet, was etwas Positives ist, doch mit dem Wissen des Schmerzes der mich erwartet ist es kein Spaziergang.

Leider hat sich bei der letzten Kontrolle gezeigt, dass sie der linke Oberkieferknochen wieder entzündet hat und soweit Möglich abgeschabt werden muss. Nur noch einmal ist das Möglich. Bringt es keinen Erfolg, werde ich auch da eine Knochentransplantation brauchen müssen. Ein gestückeltes Kiefer, was für eine Vorstellung!

Somit wird in einer Operation an zwei verschiedenen Stellen geschnitten, gefeilt und gehobelt mit 3 Spezialisten, die auf Erfolg aus sind. Was für ein Glück!

Meneer van Duin weicht nicht von meiner Seite bis ich in diesen leichten Schlaf aus dem man mich wenn nötig wecken kann. Ich hoffe, auf einen schönen Traum, der alles andere nicht Wirklichkeit scheinen lässt!

In den letzten 7 Wochen habe ich mich mit meiner Leidenschaft des Laufens auf diesen Eingriff vorbereitet. Ich hoffe dadurch stärker zu sein nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich bin 4-6 mal pro Woche gelaufen, nur die letzen 2 Tage nicht mehr. Ich habe mich schwach gefühlt und hatte mit all den Vorbereitungen, die man so als Mutter hat, viel zu viel zu tun. 

Tomorrow is always fresh!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Sommertante?......

......ich bin bereit!

Ich werde Tante, zum 4ten mal und das im Sommer 2017! Herrlich!

Meine Schwester Veronika hat mich mit ihren tollen Jungs Eric, Jeremy und Logan zur 3fachen Tante gemacht und jetzt ist meine Süße dran und über dieses "Zuckerl" in ihrem Bauch freue ich mich ganz besonders.

Dem tanzenden Babybauch kann ich im Moment nur per Filmchen bestaunen und immer wieder abspielen. Die Kinder beten seit Monaten: "bitte segne das Baby in Annemaries Bauch!" und ich sehe die süßesten Sachen um mich hin.

So auch gestern diesen herrlichen Kinderwagen aus den 60ziger Jahren, um diesen erstaunlichen Preis, in einem Kringloopwinkel (Secondhand-Laden) in der Stadt.


Leider trennen uns mehr als 1000 km und mit 5 Kindern im Auto hat kein Kinderwagen platz, obwohl wir immer versuchen spärlich zu packen!

Erinnerungen werden wach aus der Zeit als unsere Mutter mit meiner jüngsten Schwester schwanger war und ich als fast 16 Jährige alles ganz genau beobachtet und miterlebt habe. Unsere Mutter war eine Schönheit mit ihrem Schwangerschaftsbauch und jetzt wird unser Nesthäkchen selbst Mutter. 

Ich freue mich sehr auf dieses "Zuckerl", das Anfangsschwierigkeiten an unheimlicher Übelkeit und Erschöpfung ausgelöst, aber sich immer "pudelwohl" gefühlt hat.

Liebes kleines Zuckerl,

ich kann es kaum erwarten, dich zu Gesicht zu bekommen, dich zu herzen und zu lieben!

Deine Tante A.-Alexandra

Montag, 13. Februar 2017

Lauf,.....

......wie habe ich Dich vermisst!

Gestern, hab ich mir vorgenommen meinen Träumen der letzten Wochen zu folgen. Ich laufe in meinen Träumen und fühle mich herrlich, frei und so leicht. 

Also warum nicht, vor ein bisserl mehr als einer Woche habe ich zum ersten Mal getanzt nach meiner Knochentransplantation und heute Abend war ich das erste Mal Laufen.

Natürlich mit meiner liebsten Partnerin Cyra!

Ja, ich hatte meine Bedenken. Immer wieder habe ich heute während des Tages darüber nachgedacht, ob ich es wirklich wagen soll. Ob ich vielleicht Schmerzen bekomme, vielleicht falle, oder es ganz einfach nicht mehr kann, keine Kondition habe. Die Kälte hat mir auch einige Gedanken geraubt. Kälte schmerzt mein Gesicht.

Das letzte Mal bin ich in der Nacht vor meiner Knochentransplantation gelaufen im September 2016.

Er war herrlich-anstrengend!

Ich bin nicht sehr chic ausgestattet, außer meine Schuhe, die mir Meneer van Duin geschenkt hat fühlen sich noch immer gut an. Wahrscheinlich hab ich mehr wie ein kleines Nilpferd mit Brille ausgeschaut mit meinem grauen gefütterten Jogginganzug der aus den 80zigern sein könnte.

Eingerostet bin ich, meine Schultern ein wenig hochgezogen, meine Schritte vorsichtig und langsam. 3 Kilometer war mein Ziel heute. Sehr wenig im Gegensatz zu früher, doch genau Richtig für einen Neubeginn!

Jetzt ein paar Stunden später und nach einem Bad kann ich nicht über Schmerzen im Gesicht klagen. 

Toll finde ich das! Morgen wieder? Ja, wenn möglich morgen wieder!

Dienstag, 10. Januar 2017

4 Rehe am....

.....Zentralfriedhof!

Das war ein ganz besonderer Freitag, der letzte im Jahr 2016.

Schon früh morgens haben meine jüngste Schwester und ich uns hinaus getraut in die klirrende Kälte um unserer Mutter einen Besuch abzustatten. Die empfängt immer! Doch muss der Portier das große schwere Haupttor des Zentralfriedhofs öffnen, nur dann ist der Besuch möglich.

Es war so kalt, das meine Oberschenkel weh taten, obwohl ich gut eingepackt war. Schnellen Schrittes gingen wir zielstrebig in die richtige Richtung und hatten uns viel zu erzählen. Sonst schlendern wir eher und schauen uns die Gräber an. Reden über die Namen, Jahreszahlen und was uns sonst noch so einfällt, diesmal nicht.

Durch meinen Atem war mein Mundschutz ganz nass und kalt geworden zum Glück habe ich immer einige in meiner Tasche und konnte somit diese unangenehme Situation schnell verlassen.

So früh ist es ganz ruhig und still am Friedhof. Kein einziger Mensch war zu sehen. Zum Glück haben wir noch 3 Nelken am Tor kaufen können und so standen wir am Grab.


Es war zu kalt um eines ihrer Lieblingslieder zu singen und so sang ich in meinen Gedanken und dachte mir als ich bei der 3. Strophe angelangt bin, ob das nicht zu komisch ist. Im Gedanken zu singen, doch ich sang weiter und mein Blick schweifte nach links vom Grabstein ab und was sah ich: "ein Reh!"

Das Reh sah mir in die Augen und ich hatte auf einmal das Gefühl als würde dieser Blick tief in meinem Inneren verschwinden.

Als ich meine Hand nach meiner Schwester ausstreckte die, wie ich dann sah, auch auf das Reh blickte, wendete sich das Reh mit dem tiefen Blick  ab und rannte zu 3 wartenden Kameraden.

3 der 4 Rehe
Wie schön! So etwas besonderes! Noch nie erlebt!

Natürlich hat es gedauert bis ich das Handy aus der Tasche geholt hatte um noch ein Foto zu machen. Viel zu weit weg, hab ich doch noch eines ergattert.

Denke so gerne an diesen Freitag morgen in Wien zurück. Den letzten im Jahr 2016!

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr......

 
..... im Musikvereinssaal!

Anders geht es doch gar nicht! Ohne dem Neujahrskonzert das Jahr 2017 zu beginnen nicht auszudenken!

Noch dazu hab ich mir einen Genuss aus Wien mitgebracht. Meine Tochter hat mich beschenkt mit dieser herrlichen Kalorienbombe die Punschkrapfen heißt. Ein wahrer Liebling die Tochter und der Krapfen.

Nach den herrlichen Tagen in Wien, über die ich noch schreiben werde sind wir wieder zurück in den Niederlanden und holen uns Wien durch den Fernseher ins Wohnzimmer.

Leckeres Brot, Käsewurst, Emmentaler Käse und Kremsersenf werden ein paar Tage noch an das Vermisste erinnern und meinen Bauch füllen. Herrlich!

Und nicht zu vergessen meine Sonnentor Tee&Gewürzekollektion! 

Diesmal habe ich beschlossen, dass ich nie wieder so lange von Wien getrennt sein möchte. Eineinhalb Jahre war viel zu lang und mein Heimweh ist nicht mehr zu kontrollieren und ich bekomme nicht genug. Möchte die Nächte so kurz wie nur möglich halten, kann nicht schlafen, weil ich das Gefühl habe nicht genug Zeit zu haben und meine Tage immer zu kurz sind.

Auf ein schönes und erfolgreiches 2017