Samstag, 20. Mai 2017

REPUBLIC MOTO....

.... mehr als einen Besuch wert!

Selten begleite ich Meneer van Duin in die Welt der schweren Zweiräder. Es ist nicht meine Welt, doch vor wenigen Wochen bin ich ganz angenehm und behutsam eingetaucht. Es war so angenehm, dass ich oft zurückkehren möchte.

Zum Beginn der World Superbike der Niederlande welches Ende April,  in Assen, stattfand gab es eine Warming-Up-Party im REPUBLIC MOTO. Als Gast war PJ Jacobsen eingeladen, der in diesem Jahr eine  MV Agusta F3 675 im Supersport World  Championship fährt. Das Highlight des Abends für den Motersportbegeisterten, mein Höhepunkt war ein ganz anderer!


So eine besonders elegante Symbiose von Motorrad, Einkauf und Essen hab ich noch nie wahrgenommen. Für mich sind Motorrad, Motorrad-Zubehör Geschäfte immer sehr von einem unangenehmen Geruch geprägt. Selten riecht einer der Verkäufer nach einem gutem Aftershave, sondern der Geruch von Leder, Öl und nicht zu selten nach Schweiß, liegt in der Luft. Außerdem hängt viel zu viel auf den Kleiderstangen und das gustieren wird dadurch erschwert. 


Was mir beim Betreten von REPUBLIC MOTO sofort aufgefallen ist, das es nichts davon gab, nichts von dem was ich erwartet hatte! Im Gegenteil, zuerst sah ich gar nicht, dass es ein Motorrad-Accessoires Geschäft war. Sondern der Eingang brachte mich ins Haus-Eigene-Restaurant dem Grand Café und es roch nicht nach Essen, sondern angenehm neutral. Nach einem gut ausgewählten Interieur an Stühlen und Tischen, sowie stilvollen Dekorationsobjekten folgte eine lange ausgestreckte Bar die auch die Barriere zum eigentlichen Geschäftslokal ausmacht.


Ein geöffnetes Schmiedeeisentor lud mich ein weiter zu gehen und ich hatte mich sofort in den Stil des Geschäftes verliebt. Ja, dachte ich mir, hier will auch ich einkaufen, auch weht mir ganz selten die Luft um die Nase auf dem Rücken eines Motorrades! 


Diese Handschuhe hatten es mit angetan,


diese Jacke, die ganz chique zu meinen Jeans und Handtasche passt


und diese Kaputzenweste die leger zu tragen ist.


Ich war so fasziniert und glücklich zugleich!

Bin immer wieder durchs Geschäft flaniert und hab mich gefreut.

Das es ein besonderer Abend für alle Motorsportbegeisterten war, war mir völlig wurscht, ich war glücklich so viele schöne und stilvolle Objekte zu sehen und in eine Welt einzutauchen, die ich so noch nie gesehen hatte.

Später genossen wir noch die Küche des Grand Cafés und obwohl es eine kurz und bündige Menüauswahl gibt, ist das Essen vollzüglich! Die Spargelcremesuppe die ich hatte war "delicious to the tast" und der Hamburger mit Pommes frites war ein reiner Gaumenschmaus und das für einen Burger. Die Bedienung hatte immer ein strahlendes Lächeln im Gesicht und der Koch hat uns nach dem Essen persönlich gefragt, ob alles zu unserer Zufriedenheit war und ein kleines Plauscherl gehalten


Ein gelungener Abend, den ich bald wiederholen möchte, mit einem kleinen Budget in der Tasche, um das eine oder andere gute Stück "Mein" werden zu lassen.

Falls ihr Lust bekommen habt und mal vorbei schauen und genießen wollt, hier verrate ich Euch die Adresse:

REPUBLIC MOTO Goudesingle 340A in Rotterdam


Montag, 1. Mai 2017

Boldog születèsnapot

.... Anyukám!

Wie könnte ich  Deinen Geburtstag vergessen liebe Anyukám, ist es doch ein Feiertag!

Die Blasmusik spielt auf der Wiener Ringstraße und die Fahnen wehen in rot-weiss-rot. Darum hast Du nie viel gegeben, sondern es waren die kleinen Dinge, die Dir wichtig waren. Ein bisschen verwöhnen hier und ein bisschen lieb sein da und Du warst glücklich.

Zum Geburstags-Brunch gab es meistens Schinken-Käse-Toast mit Essiggurkerl darin. Knoblauch hast Du dann noch auf den fertigen Toast gerieben, eine Familientradition, die bis heute weiter geführt wird. Alle Deine Kinder machen es so, wie so vieles anderes.

Du warst und bist mir ein Vorbild und manchmal wünsche ich mir noch einen einzigen Tag mit Dir.

Szeretlek Anyukám

Dienstag, 25. April 2017

Ein erster Flug oder,......

.......Düsseldorf ohne Schuhe erkunden!

Was für ein Tag!

Isaac ist zum ersten Mal alleine geflogen und da die Flugtickets recht hoch gepreist waren hier in den Niederlanden, weil Ferien sind, ist er Düsseldorf -Wien geflogen. 

Natürlich war er aufgeregt, doch ich glaube ich war noch mehr aufgeregt, ob doch alles gut geht. Er gut durch die Sicherheitskontrolle kommt und das richtige Gate findet etc.!

Mein Sohn, der weiß wie mein Herz schlägt hat uns dann beruhigend angerufen, dass er beim richtigen Gate sitzt und wartet bis das Bording beginnt.

Unser kleines Düsseldorf-Abenteuer konnte beginnen. Mit Meneer van Duin und den zwei Jüngsten der Familie schlenderten wir durch das Zentrum und kauften bei dm ein. Das ist natürlich nichts besonderes, nein nicht wenn man in Österreich, oder Deutschland wohnt, aber für mich ist es zu einem Highlight geworden. Bekannte Produkte, zu einem kleinen Preis, ein wahres Paradies. Gutes festes Brot durfte auch nicht fehlen und wir sind Essen gegangen, typisch deutsch. Speisen die ich kenne und manchmal auch vermisse. Meneer van Duin hat mich auf Leberkäse mit Spiegelei und Rösterdäpfel aufmerksam gemacht und das war so weich, dass sogar ich es essen konnte.


Oh, wie haben wir es genossen und die Kinder mit uns. 

Vienne hatte sich schon im "Wirtshaus" einen Schuh ausgezogen, da ihre Fersen schmerzten und sich geweigert diese zum Gehen wieder anzuziehen. Gutes Reden nützt gar nichts, wenn sich unsere Kinder einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann ist das so. Meneer van Duin hat sie einige Zeit getragen, was auch nicht so leicht ist. Bei einer Kreuzung setzte er sie kurz ab und als es grün wurde lief sie mit ihren langen Socken über den Zebrastreifen und von tragen war keine Rede mehr.


Passanten schauten sie immer verwundert an und tuschelten, doch Vienne hatte eine wunderbare Schuh-freie-Zeit! 


Wie einfach-schön das Leben doch sein kann!

Montag, 24. April 2017

Ein Lied.....

...... und Erinnerungen werden wach!

Lieder sind für mich eine Glückseligkeit! Sie begleiten mich tagtäglich seitdem ich denken kann. Meine Mutter hat schon geträllert und ich liebte ihre Stimme und ihr strahlen. Am Morgen lief immer der Radio und obwohl es nicht mein Musikgeschmack war, konnte auch ich die Schlager und volkstümliche Musik, sowie ungarische und serbische Lieder mitsingen. So sangen und lächelten wir gemeinsam.

Vor einigen Wochen, die zwei Jüngsten waren krank und ich immer wieder Nachts an dem einem oder anderem Bett. Mit Musik im Ohr sitzt es sich besser und mein YouTube Verlauf erweitert sich.

Bei einem Lied, dass ich so mal anklickte kamen mir plötzlich die Tränen. Zuerst war ich ganz verwundert und fand gefallen an den Stimmen und besonders an dem Gefühl, dass durch den Bildschirm meines Handy's zu mir durchdrang. Immer und immer wieder klickte ich auf Play. 

Es war der Refrain, der mich an die letzten Worte meiner Mutter erinnerte. Unser letztes Telefongespräch vor ihrem plötzlichem Tod. "Mein Schatz, wenn man einmal wirklich liebt im Leben, dann liebt man für immer!" Kurz danach war sie tot. Sie ist nicht an gebrochenem Herzen gestorben, sondern an einem Gehirnschlag. Ihr Herz war schon lange gebrochen und trotzdem war es voll Liebe, oder vielleicht gerade deswegen.

Dieses Lied begleitet mich jetzt. Ich höre es wann auch immer und denke an meine Anyukám!

Was für eine tolle Frau sie doch war! Mit wunderbaren, erstrebenswerten Eigenschaften und Talenten, Ihre Schönheit hat mich schon als Kind verzaubert. Diese seidige geschmeidige Haut, das bezaubernde Lächeln, ihr Duft und ihre Stimme, die ich wie so vieles andere vermisse.

Einmal werden wir wieder gemeinsam singen und lachen, bis uns die Bäuche wehtun. 

Anyukám nagyon szeretlek!


Donnerstag, 6. April 2017

Tomorrow is.....

always fresh!

Im Dunkeln der Nacht habe ich mich ohne Mundschutz aus dem Haus getraut! Bin mit meiner 4-beinigen Partnerin durch den späten Abend gestapft und habe im Mondlicht eine paar Schritte zu Michael Bublé getanzt.

Heute Nachmittag  ist mir, in einer kleinen Ewigkeit von 20 Minuten, meine Prothese entfernt worden. Ein Moment des Nackt-seins überkommt mich immer, wenn die Prothese entnommen wird. Ich versinke für einen Augenblick, schließe meine Augen um durch dieses Gefühl hindurchzutauchen. Das Gefühl ist unbeschreiblich, für mich fast eine andere Art der Demütigung. Ich kann dem Gefühl nicht entrinnen, mit gerader Haltung wünsche ich mir unsichtbar zu sein.

Morgen wird an meinem Kiefer weitergearbeitet! 

An der im September stattgefunden Knochentransplantation wird weitergearbeitet, was etwas Positives ist, doch mit dem Wissen des Schmerzes der mich erwartet ist es kein Spaziergang.

Leider hat sich bei der letzten Kontrolle gezeigt, dass sie der linke Oberkieferknochen wieder entzündet hat und soweit Möglich abgeschabt werden muss. Nur noch einmal ist das Möglich. Bringt es keinen Erfolg, werde ich auch da eine Knochentransplantation brauchen müssen. Ein gestückeltes Kiefer, was für eine Vorstellung!

Somit wird in einer Operation an zwei verschiedenen Stellen geschnitten, gefeilt und gehobelt mit 3 Spezialisten, die auf Erfolg aus sind. Was für ein Glück!

Meneer van Duin weicht nicht von meiner Seite bis ich in diesen leichten Schlaf aus dem man mich wenn nötig wecken kann. Ich hoffe, auf einen schönen Traum, der alles andere nicht Wirklichkeit scheinen lässt!

In den letzten 7 Wochen habe ich mich mit meiner Leidenschaft des Laufens auf diesen Eingriff vorbereitet. Ich hoffe dadurch stärker zu sein nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich bin 4-6 mal pro Woche gelaufen, nur die letzen 2 Tage nicht mehr. Ich habe mich schwach gefühlt und hatte mit all den Vorbereitungen, die man so als Mutter hat, viel zu viel zu tun. 

Tomorrow is always fresh!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Sommertante?......

......ich bin bereit!

Ich werde Tante, zum 4ten mal und das im Sommer 2017! Herrlich!

Meine Schwester Veronika hat mich mit ihren tollen Jungs Eric, Jeremy und Logan zur 3fachen Tante gemacht und jetzt ist meine Süße dran und über dieses "Zuckerl" in ihrem Bauch freue ich mich ganz besonders.

Dem tanzenden Babybauch kann ich im Moment nur per Filmchen bestaunen und immer wieder abspielen. Die Kinder beten seit Monaten: "bitte segne das Baby in Annemaries Bauch!" und ich sehe die süßesten Sachen um mich hin.

So auch gestern diesen herrlichen Kinderwagen aus den 60ziger Jahren, um diesen erstaunlichen Preis, in einem Kringloopwinkel (Secondhand-Laden) in der Stadt.


Leider trennen uns mehr als 1000 km und mit 5 Kindern im Auto hat kein Kinderwagen platz, obwohl wir immer versuchen spärlich zu packen!

Erinnerungen werden wach aus der Zeit als unsere Mutter mit meiner jüngsten Schwester schwanger war und ich als fast 16 Jährige alles ganz genau beobachtet und miterlebt habe. Unsere Mutter war eine Schönheit mit ihrem Schwangerschaftsbauch und jetzt wird unser Nesthäkchen selbst Mutter. 

Ich freue mich sehr auf dieses "Zuckerl", das Anfangsschwierigkeiten an unheimlicher Übelkeit und Erschöpfung ausgelöst, aber sich immer "pudelwohl" gefühlt hat.

Liebes kleines Zuckerl,

ich kann es kaum erwarten, dich zu Gesicht zu bekommen, dich zu herzen und zu lieben!

Deine Tante A.-Alexandra

Montag, 13. Februar 2017

Lauf,.....

......wie habe ich Dich vermisst!

Gestern, hab ich mir vorgenommen meinen Träumen der letzten Wochen zu folgen. Ich laufe in meinen Träumen und fühle mich herrlich, frei und so leicht. 

Also warum nicht, vor ein bisserl mehr als einer Woche habe ich zum ersten Mal getanzt nach meiner Knochentransplantation und heute Abend war ich das erste Mal Laufen.

Natürlich mit meiner liebsten Partnerin Cyra!

Ja, ich hatte meine Bedenken. Immer wieder habe ich heute während des Tages darüber nachgedacht, ob ich es wirklich wagen soll. Ob ich vielleicht Schmerzen bekomme, vielleicht falle, oder es ganz einfach nicht mehr kann, keine Kondition habe. Die Kälte hat mir auch einige Gedanken geraubt. Kälte schmerzt mein Gesicht.

Das letzte Mal bin ich in der Nacht vor meiner Knochentransplantation gelaufen im September 2016.

Er war herrlich-anstrengend!

Ich bin nicht sehr chic ausgestattet, außer meine Schuhe, die mir Meneer van Duin geschenkt hat fühlen sich noch immer gut an. Wahrscheinlich hab ich mehr wie ein kleines Nilpferd mit Brille ausgeschaut mit meinem grauen gefütterten Jogginganzug der aus den 80zigern sein könnte.

Eingerostet bin ich, meine Schultern ein wenig hochgezogen, meine Schritte vorsichtig und langsam. 3 Kilometer war mein Ziel heute. Sehr wenig im Gegensatz zu früher, doch genau Richtig für einen Neubeginn!

Jetzt ein paar Stunden später und nach einem Bad kann ich nicht über Schmerzen im Gesicht klagen. 

Toll finde ich das! Morgen wieder? Ja, wenn möglich morgen wieder!

Dienstag, 10. Januar 2017

4 Rehe am....

.....Zentralfriedhof!

Das war ein ganz besonderer Freitag, der letzte im Jahr 2016.

Schon früh morgens haben meine jüngste Schwester und ich uns hinaus getraut in die klirrende Kälte um unserer Mutter einen Besuch abzustatten. Die empfängt immer! Doch muss der Portier das große schwere Haupttor des Zentralfriedhofs öffnen, nur dann ist der Besuch möglich.

Es war so kalt, das meine Oberschenkel weh taten, obwohl ich gut eingepackt war. Schnellen Schrittes gingen wir zielstrebig in die richtige Richtung und hatten uns viel zu erzählen. Sonst schlendern wir eher und schauen uns die Gräber an. Reden über die Namen, Jahreszahlen und was uns sonst noch so einfällt, diesmal nicht.

Durch meinen Atem war mein Mundschutz ganz nass und kalt geworden zum Glück habe ich immer einige in meiner Tasche und konnte somit diese unangenehme Situation schnell verlassen.

So früh ist es ganz ruhig und still am Friedhof. Kein einziger Mensch war zu sehen. Zum Glück haben wir noch 3 Nelken am Tor kaufen können und so standen wir am Grab.


Es war zu kalt um eines ihrer Lieblingslieder zu singen und so sang ich in meinen Gedanken und dachte mir als ich bei der 3. Strophe angelangt bin, ob das nicht zu komisch ist. Im Gedanken zu singen, doch ich sang weiter und mein Blick schweifte nach links vom Grabstein ab und was sah ich: "ein Reh!"

Das Reh sah mir in die Augen und ich hatte auf einmal das Gefühl als würde dieser Blick tief in meinem Inneren verschwinden.

Als ich meine Hand nach meiner Schwester ausstreckte die, wie ich dann sah, auch auf das Reh blickte, wendete sich das Reh mit dem tiefen Blick  ab und rannte zu 3 wartenden Kameraden.

3 der 4 Rehe
Wie schön! So etwas besonderes! Noch nie erlebt!

Natürlich hat es gedauert bis ich das Handy aus der Tasche geholt hatte um noch ein Foto zu machen. Viel zu weit weg, hab ich doch noch eines ergattert.

Denke so gerne an diesen Freitag morgen in Wien zurück. Den letzten im Jahr 2016!

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr......

 
..... im Musikvereinssaal!

Anders geht es doch gar nicht! Ohne dem Neujahrskonzert das Jahr 2017 zu beginnen nicht auszudenken!

Noch dazu hab ich mir einen Genuss aus Wien mitgebracht. Meine Tochter hat mich beschenkt mit dieser herrlichen Kalorienbombe die Punschkrapfen heißt. Ein wahrer Liebling die Tochter und der Krapfen.

Nach den herrlichen Tagen in Wien, über die ich noch schreiben werde sind wir wieder zurück in den Niederlanden und holen uns Wien durch den Fernseher ins Wohnzimmer.

Leckeres Brot, Käsewurst, Emmentaler Käse und Kremsersenf werden ein paar Tage noch an das Vermisste erinnern und meinen Bauch füllen. Herrlich!

Und nicht zu vergessen meine Sonnentor Tee&Gewürzekollektion! 

Diesmal habe ich beschlossen, dass ich nie wieder so lange von Wien getrennt sein möchte. Eineinhalb Jahre war viel zu lang und mein Heimweh ist nicht mehr zu kontrollieren und ich bekomme nicht genug. Möchte die Nächte so kurz wie nur möglich halten, kann nicht schlafen, weil ich das Gefühl habe nicht genug Zeit zu haben und meine Tage immer zu kurz sind.

Auf ein schönes und erfolgreiches 2017