Dienstag, 14. November 2017

Wien, Wien, Wien......

..... ich komme!

In zwei Tagen ist es soweit und ich freue mich!

Vor einigen Monaten, kurz vor einem Kontrollbesuch, buchte ich voll Freude und Energie einen Flug in meine Heimat. Nichts ungewöhnliches, mein Sohn lebt ja seit dem Sommer in Wien, ich bringe immer wieder meine WHAT A MiSS Kollektion nach Wien und in der Adventszeit ist es immer herrlich im Wiener-Lichterglanz.

Nicht wissend, dass dieses Flugticket mir an manchen Tagen Kraft geben wird und mich zum durchhalten auffordert. Manchmal habe ich dieses Vorhaben aber auch verflucht, den es gab mir einen Zeitrahmen vor in dem ich wieder "gesund" und Gesellschaftsfähig sein musste.

Nach der letzten unerwarteten Operation bin ich durch ein dunkles tiefes Tal gegangen und habe an so manches gezweifelt. An mir, an meinen Talenten und Fähigkeiten, an meinem Körper, an meiner Arbeit. Die Mundschutzphase war am allerschlimmsten und obwohl ich oft sehr positiv sein kann, ist der Moment des Alleinseins manchmal mein Untergang in die Negativität.

Das kennen wir doch alle!

So habe ich letzte Woche Montag mich endlich innerlich entschieden wirklich zu fliegen und Wien zu genießen! Familie und Freunde sehen, Zeit mit meinem ältesten Sohn verbringen, auf den Märkten bummeln zu gehen und natürlich zu arbeiten.

Das "Arbeiten" hat mich ein bisserl in Zeitnot gebracht und somit musste alles recht schnell gehen. Wer mehr wissen, fühlen und sehen möchte kommt ganz einfach zu meinem pre MERRY X-MiSS Abend.



Auf ein Wiedersehen in Wien!

Samstag, 4. November 2017

Und weg ....

....ist er!

Vor einer Woche habe ich meinen ältesten Sohn in die Arme geschlossen, nach 3 Monaten getrennt sein und heute am frühen Morgen verabschiedet.

Oh, wie sehr ich diesen Jungen liebe. Schon immer hat er einen ganz besonderen Draht zu meinem Herzen gehabt. Er kann mich herrlich um den Finger wickeln und ich lasse es zu. Ihn eine Woche um mich zu haben war eine ganz andere Erfahrung nach 3 Monaten Trennung.

Er hat sich verändert, ist nicht nur größer geworden und seine Stimme tiefer, sein Deutsch klingt ganz anders und es hat sich die heutige Wiener-Teenager-Sprache eingeschlichen, die ich nicht spreche, geschweige den kenne! Er macht sich Gedanken über so anderes, als zuvor!

Zum Beispiel, warum Lehrer vor Schüler/Innen rauchen und das normal ist. Was ist mit dem Vorbild welches Lehrer geben sollen? Dazu ist zu sagen, das hier kaum Raucher gesichtet werden, es kommt vor, aber selten. Und schon gar nicht am Schulen oder anderen öffentlichen Plätzen.

Warum, Türken am Fußballplatz keine Nicht-Türken mitspielen lassen und warum Türken nicht einmal fragen wenn Österreicher spielen! Sein bester Freund in den Niederlanden ist Türke und seine Familie eine wunderbare Wohlfühloase für ihn.

Warum die Mehrheit Österreichs eine Regierung wählt die nichts Gutes bringen kann und wie ein Jugendlicher wie er sich einbringen könnte. Mama, wen hast Du gewählt? 

Die Zeit die wir zusammen hatten, war gefüllt von zuhören, Stille und wunderbaren Gesprächen. Er wäre nicht mein Sohn, wäre er nicht die meiste Zeit unterwegs. Somit habe ich ihn an manchen Tagen kaum gesehen und an anderen plagte ihn die Langeweile weil seine Freunde in der Schule waren, viel Hausaufgaben hatten und lernen mussten. 

Ihn heute zum Abschied in die Arme zu schließen hat geschmerzt und ich hätte ihn am Liebsten behalten. Die egoistische Mutter in mir, die ich doch bin.

Doch sehe und spüre ich, wie gut Wien und die Menschen ihm tun und ich bin glücklich einen glücklichen Jungen zu sehen, der gerne "nach Hause" fliegt.

Manche Entscheidungen im Leben tun weh und trotzdem kann man dabei Lächeln, weil sie gut sind!

Ps. Kurz nachdem ich mich wieder in mein Bett gekuschelt hatte, kam dieses wunderbare Geschöpf zu mir mit den Worten. "Mama, ich habe hunger!"



Schönes Wochenende


Dienstag, 31. Oktober 2017

" Ik ben een ....

.....heks!"

Vor wenigen Tagen, hat ein Junge aus dem Overblijf (Mittagsschulbetreuung), gefragt, was ich da im Gesicht habe. Ich habe ein Muttermal an der linken Seite meines Kinns, das sich ein wenig abhebt. Schnell geschaltet habe ich dem Jungen sehr glaubwürdig erzählt, das dieses Muttermal ein Zeichen dafür ist, dass ich eine Hexe bin. "Ik ben een heks!"

Diese Information hat sich explosiv im Klassenzimmer verbreitet und immer wieder wurde nachgefragt, ob das auch wirklich so ist. Mit gekreuzten Fingern hinter meinem Rücken und einem Lächeln im Gesicht habe ich meine Schwindelei bestätigt.

3 mal in der Woche gehe ich als Freiwillige zum Overblijf und betreue mit einer Kollegin diese eine Klasse, im Alter von 9 Jahren, die uns sehr an unsere Grenzen treiben kann. Wir müssen immer wieder mit neuen Ideen kommen, viel Liebe geben und leider viel zu oft sehr streng sein. 

Das Streng sein mag ich gar nicht! Nicht bei meinen Kindern und schon gar nicht bei Fremden. Leider ist der Respekt uns gegenüber oft Mangelware und unsere Geduld manchmal Ausverkauft. Zum Glück haben wir Einander und das hilft immer. Wir sind ein gutes Team.

Letzten Donnerstag habe ich die Idee geboren, dass wir Halloween nützen und ich als Hexe zur Schule kommen werde. Gesagt, getan!

Zu Beginn habe ich die Kinder absolut ignoriert, als ob es etwas ganz natürliches ist als Hexe mit Spinne im Gesicht und Besen in der Hand zur Schule zu gehen.

Es war eine willkommene Abwechslung und nachdem ich ihnen erklärte, dass ich heute vergessen habe mich umzuziehen und zum Glück Halloween ist, bin ich als mein wahres Ich gekommen. (Eigentlich wäre ich lieber Prinzessin!)

Bibi Blocksberg hat mich einige Jahre als Hörspiel und Zeichentrickfilm durch meine älteste Tochter begleitet und somit bin ich in Hexensprüchen geübt und konnte die Kinder beeindrucken. Auch haben wir gemeinsam eine Hexensuppe gekocht. 

Ich habe 4 Kinder einen Kreis formen lassen und jedes andere Kind war eine Zutat die in den Kessel musste. Wir hatten Spinnen, Schlangen, Kröten, Frösche etc. und natürlich eine schwarze Katze.

Die letzten 20 Minuten im Schulhof mit all den Kindern aus der Schule hatten ihre Freude daran vor mir wegzulaufen, da ich unbedingt ihre Schuhe, Haare, Ohrringe, Nase, Augen und noch mehr haben wollte. Und sie mit dem Besen in der Hand jagte.

Als endlich der Schulunterricht eingeläutet wurde, war nicht nur die Zeit schnell vergangen, die Kinder und ich sehr glücklich, sondern wir waren alle ein wenig erschöpft und vor allem zufrieden.

Auf meinem Bakfiets ging es dann wieder nach Hause mit Hexenhut und Hexenbesen und einem triumphierenden Lächeln im Gesicht.

Heute war der Overblijf einmal ganz-anders-schön!

Ps. Ja, ich habe mich wieder erholt von meinen Operationen und genieße mein Leben ohne Mundschutz.


Freitag, 6. Oktober 2017

Meine Familie ist ......

...... einfach toll!

Im Moment lauf' ich seit mehr als 3 Wochen mit Mundschutz herum. Ich glaube es nicht wirklich Erwähnenswert zu sagen, dass ich es wirklich, wirklich, aber ganz bestimmt wirklich nicht leiden kann. Unser sonst für jeden offenes Haus ist im Moment absolut verschlossen. Freunde sind nur nach Ankündigung in unserem Haus willkommen, den es ist der einzige Ort in dem ich frei atmen kann.

2 Operationen hab ich in den wenigen Wochen durchgestanden und ich erhole mich noch immer von der Letzten. 7 oder 8 Stück in den letzten zwei Jahren und ich wünsche mir ein Ende. Ich möchte, dass es aufhört, ganz einfach aus, Ende, nichts geht mehr!

Ein kleines Wunder, ich bezeichne es so ist aber bei der letzten OP geschehen.

Ich hatte sehr große Angst, vor der letzten Kieferoperation am ersten Montag. Die große Knochentransplantation vom September 2016 ist fast abgeschlossen, es müssen nur mehr ein paar Schönheiten ausgeführt werden, doch hat sich bei einem Routinescan vor dem vorherigen Eingriff gezeigt, dass sich ein anderer Teil meines Oberkieferknochens wieder entzündet hat und die Entzündung recht groß ist. Schnell wurde ein Termin gefunden und das zwei Wochen nach der letzten OP. Mein Körper hatte kaum Zeit wieder fit zu werden. Da an dieser Stelle schon zwei mal gearbeitet wurde war die Vermutung sehr groß, dass es nicht mehr genug Knochenmaterial vorhanden ist und ich wahrscheinlich nochmals eine Knochentransplantation an meinem Oberkiefer über mich ergehen lassen muss. Schöne Aussichten! Aber, ich bin ja schon in Übung, warum diese Prüfungszeit nicht ein bisserl in die Länge ziehen, sonst wäre mir ja fad!

Es kam ganz anders als gedacht, eben ein kleines Wunder. Bei dieser OP war ich wach und das mag ich gar nicht, all diese Geräusche, mein Kopf der durch das Fräsen bewegt wird etc. Doch, weil ich wach war konnte mir der Arzt immer wieder erzählen was er macht und das finde ich absolut interessant. Auf einmal sagt er, dass sich die Entzündung ein wenig anders als vermutet hinzieht und er den Knochen und somit auch die Zähne erhalten kann. Eine innere Dankbarkeit überkam mich und ich dankte Gott für dieses Geschenk. Hielt den Rest der Zeit noch durch und war glücklich.

Es gibt keine Garantie, dass diese Knochenentzündungen nicht wieder kommen. Ich muss die nächsten Wochen wieder ohne feste Nahrung auskommen und versuche Smoothies & Juices zu genießen. Kauen wäre im Moment keine gute Sache und würde den Heilungsprozess stören, da es sich gerade "knochenmässig" ausgegangen ist. Zum Glück! Ach, und wer will schon essen!

Die Tage die ich im Bett verbracht habe hat Meneer van Duin gekocht, gewaschen, die Kinder zu Bett gebracht und viel gearbeitet und das alles so ganz nebenbei. Die Kinder unterstützen wo sie können und wollen und alles läuft wie am Schnürchen. Nachbarn und Eltern von Schulfreunden, helfen und ich raste mich so lange aus um Kraft zu tanken, wann immer es geht. Denn die brauch' ich ganz dringend.

Thanks Darling for being at my side, whenever needed! You just manage every situation!


Mittwoch, 4. Oktober 2017

Eine Reise....

....in die Vergangenheit!

Gestern hat mich dieser Fund im Internet zu Tränen gerührt. Das ist jetzt ein bisserl zu schön ausgedrückt, die Wahrheit ist, ich habe geheult!

Dieser Stolperstein (Botlatókövek) von Gunter Demnig, wurde am 22. Juli 2015 vor dem Familienhaus und ehemaligen Fabrik HUNGARIA SZIKVIZGYÁR (Sodafabrik) in der (Baro) Jósika Utca 27 in Szeged, Ungarn in den Boden verankert. 

Izidor Frankfurt, am 3. Oktober 1899 in Erkörtvélyes geboren, war ein äußerst gutaussehender, ehrlicher, liebevoller Vater und Ehemann, guter Geschäftsmann und Jude. Ja, er war Jude und genau das wurde ihm zum Verhängnis. Wahrscheinlich hatte er noch mehr Eigenschaften und Merkmale, doch habe ich ihn nie kennengelernt. Noch bevor Hitler in Ungarn einzog, weit davor, wurde er verschleppt um bei der ungarischen Armee Zwangsarbeit zu leisten. Er kam nie wieder nach Hause. Zwei Briefe gaben noch ein Lebenszeichen von ihm. Izidor ist angeblich an Fleckfieber im Arbeitslager Krenovaja im Februar 1943 verstorben. 

Izidor Frankfurt hat so scheint es, das Leben seiner Frau und Tochter gerettet. Es gab nämlich sogenannte "Listen-Juden". Angehörige von Zwangsarbeitern und der Prominenz Szegeds. Durch diese Liste wurden sie vor Ausschwitz verschont, da es der letzte Zug war der Ungarn verlies und sie nicht mit dem Töten in den Lagern nachkamen. Seine beiden Lieben kamen nach einigen "Lagerstationen" in das Arbeitslager Pohovelice und überlebten. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich war vor einigen Jahren mit seinem einzigen Kind in Szeged. Wir wurden von den neuen Eigentümern ins Haus eingeladen und ich durfte an den Erinnerungen der Tochter teilnehmen. Es entstand ein besonderes Gefühl in dem Haus, als sie begann über die Vergangenheit zu sprechen. Sie war ein kleines Mädchen damals. Wo welches Möbelstück stand, wo der Vater dieses, oder jenes getan hat, die Mutter, die Küche, die Haushaltshilfe, die Arbeiter in der Fabrik, Pferdestallungen, das klirren der Flaschen etc. Es war sogar noch ein Wandtresor vorhanden den ihr Vater damals einbauen ließ. 

Als ich gestern diesen Stolperstein fand, kamen alle Erinnerungen hoch und ich las in meinen Aufzeichnungen nach. Diese Familiengeschichte der Familie Frankfurt, hält mich fest und immer wieder ist es so, als würde ich in eine Richtung sanft geschubst werden. Wenn ich diesem Gefühl nachgehe, dann finde ich immer etwas. Wäre mein Ungarisch besser, dann könnte ich viel effizienter Suchen und Finden! 

BOLDOG SZÜLETÉSNAPOT! Alles Gute zu Deinem gestrigen Geburtstag!



Freitag, 29. September 2017

Eine zauberhafte.....


.....Reisebleigleitung!

Happy Birthday wonderful Lady!

Ein Wunsch der vor einigen Jahren geäußert wurde ist in Erfüllung gegangen. Es waren ganz besondere 4 Tage und unsere Freundschaft hat sich vertieft. Das ist jetzt schon wieder einige Monate her. Die Erinnerungen sind noch frisch und schön. 

Ihr Lächeln ist bezaubernd. Ihr Erstaunen und ihre Begeisterung  ansteckend und ich mag es mit ihr zu sein. Ihr Inneres strahlt und ihre wunderschöne Haut ist beneidenswert. Der große Altersunterschied der uns trennt, ist ein Geschenk und absolut kein Hindernis. 

Obwohl ich viel gearbeitet habe und an manchen Tagen nur abends Zeit hatte, hatten wir es herrlich! Manchmal war ich so spät zurück, dass wir einander nur schlafend sahen. Am frühen morgen war ich schon wieder unterwegs und sie hatte kostbare Zeit für such allein, was selten der Fall ist, da sie immer ausgebucht ist und viel arbeitet.

Alles ist Möglich in einer guten Freundschaft und so war vieles im Vorfeld ausgemacht, einiges hat sich später ergeben und am Ende waren wir mehr als glücklich diese Wientage in unseren Erinnerungen einzuordnen.

Ein besonderer Highlight war ganz bestimmt das Ballett Schwanensee in der Staatsoper. Darüber habe ich in einem früheren Post geschrieben. Danach gab es ein Wienerhighlight bei dem Wurstelstand hinter der Oper eine Bratwurst mit Senf! Für mich gab es eine Leberkassemmel die mehr Zeit des Vernaschens in Anspruch genommen hat als geplant.  


Meine bsondere Reisebegleitung meinen Wiener-Freunden vorzustellen hat jedesmal so gut gepasst. Wie gut sie sich mit allen verstanden hat und wie wohl sie sich fühlte. Echt zauberhaft-schön zu sehen!

Vielleicht habe wir irgendwann wieder einmal die Gelegenheit zusammen auf diese intensive Art und Weise Zeit zu verbringen.

Sweetness, I had a splendid time with you in Vienna and I hope that it will always be a special memory for both of us!

Sonntag, 24. September 2017

Sonntage.....


...liebe ich!

Der Sonntag ist der Tag an dem ich auftanke!

Am Vormittag in der Kirche und am Nachmittag zu Hause mit meiner Familie.

Ja, ich gehe jeden Sonntag zur Kirche, ich muss schon sehr krank sein, oder ein Familienmitglied. Egal wo ich bin auf der Welt überall findet sich ein Gemeindehaus der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Somit fülle ich am Vormittag meinen geistigen Tank. Es findet sich immer etwas in den 3 Stunden die meine Kinder und ich in der Kirche verbringen etwas, dass mich stärkt, mich zum Nachdenken bringt und mir gut tut. Meneer van Duin teilt meinen Glauben nicht, doch unterstützt er mich in allem was ich tue. Besonders in meinem Amt als Präsidentin der Frauenhilfsvereinigung.  

Die Nachmittage gestalten sich ein bisschen mit faulenzen, vielleicht einen guten Film anschauen, Spazierengehen, Gesellschaftsspiele spielen, lesen, musizieren und was einem noch so alles einfallen könnte. Und, natürlich nicht zu vergessen Formel 1 und MotorGP! 

Heute habe ich mit meinen beiden Töchtern die Frauenkonferenz der Herbst General Konferenz 2017 angeschaut. Internet ist eine geniale Erfindung unserer Zeit und so können wir ganz einfach am Sofa sitzend oder liegend die "General Women's Session" sehen. Jede Ansprache war wunderbar und aus jeder Ansprache konnte ich etwas für mich herausnehmen. So aufbauend, so schön, so stärkend.

Stärke kann ich im Moment sehr gebrauchen. Die Gesundheit ist nicht mein Gast. Ich erhole mich noch von meiner letzten Kieferoperation vor eineinhalb Wochen und leider haben wir schlechte Nachrichten erhalten und ich muss in einer Woche wieder eine größere Operation durchstehen. Ich merke, dass mein Körper nach 2 Jahren Krank sein, eine Operation nach der Anderen durchgehen zu müssen, immer wieder ein längerer Heilungsprozess auf mich wartet, bevor es weiter geht, sehr müde geworden ist. Ein Level an Schmerzen ist immer gegeben und trotzdem gehe ich meistens lächelnd durchs Leben. Ich lebe gerne.

Eine Stütze auf die ich immer bauen kann, mein ganzes Leben lang, ist Jesus Christus. Ich bin sehr dankbar, das Glauben für mich etwas ganz natürliches ist. Ich musste mich nie wirklich anstrengen um Glauben zu können. Schon als kleines Kind war es für mich ganz logisch, dass es einen himmlischen Vater gibt, der ein liebevoller Vater und wir Menschen seine Kinder sind. Diesen Glauben habe ich nie verloren, egal durch welche Täler und Phasen des Lebens ich gehe. Ich glaube an das Gebet und erfahre Stärkung darin. Die Heiligen Schriften sind für uns geschrieben und es lässt mich immer sehr gut fühlen wenn ich darin lese. Und so, könnte ich noch vieles mehr aufzählen, welches mich stärkt.

Am späteren Nachmittag haben die zwei Jüngsten und ich uns noch auf in die Natur gemacht. Ein paar Walnüsse gesammelt und ganz viele Kastanien. (Ich möchte nämlich natürliches Waschmittel herstellen)

Sonntage sind ganz einfach herrlich!

Samstag, 9. September 2017

Ein Sonntagskind....


....was für ein Glückskind mag das sein?

Heute vor genau 2 Monaten zirka um diese Zeit hat mich ein Telefongespräch erreicht auf das ich schon sehr gewartet habe.

Ein schwaches aber glückliches  "Er ist da!" war zu hören und Freudentränen liefen über meine Wangen.

Alle meine Kinder waren um mich an diesem Sonntagmorgen auf unseren Fahrrädern (typisch holländisch) waren wir auf dem Weg zur Kirche. (Sehr untypisch für uns, doch das Auto war in Reparatur). Jeder hatte Fragen und da das Telefonat sehr kurz war, konnte ich nicht alle beantworten.
Der Wind trocknete meine Tränen und im Stillen dankte ich dem Himmlischen Vater das alle gut gegangen war. Ich war nämlich in Sorge, war ab 4 Uhr morgens wach und spürte die ganze Zeit, das meine Schwester ihr absolut Bestes leistet. Mehr dazu in ihrem Blog, Ein Jahr im Glas.

Liebend gerne wäre ich sofort ins Flugzeug gestiegen um sie und meinen Schwager zu umarmen. Und noch lieber hätte ich das kleine Bündel Mensch in meinen Armen gehalten.

Ich erinnerte mich an den Sonntagmorgen im März vor 27 Jahren als unter der Kinderzimmertür ein Zettel durchgeschoben wurde das eine Schwester geboren war. Auch damals war ich die Hälfte der Nacht wach, weil ich spürte das meine Mutter in den Wehen lag. Wie erbost war ich damals für einen kleinen Augenblick, das es kein Junge war. Ich hatte mir so sehr einen kleinen Bruder gewünscht, denn eine Schwester hatte ich ja schon.

Die Verbindung zwischen uns, der Ältesten und der Jüngsten ist mit den Jahren bezaubernd-schön geworden. Uns verbindet eine ganz besondere Nähe, ein durchsichtiges Band einer tiefen, innigen und beständigen Liebe.

Zwei Wochen musste ich warten um unser neues Familienmitglied in die Arme zu nehmen. Was für ein wunderschöner kleiner Prinz. Und was für tolle Jungeltern! 3 Wochen konnten wir den kleinen Erdenbürger genießen. Sogar bei seiner Segnung konnten wir dabei sein.

Meine Süße, ist eine hervorragende Mutter die sich nicht aus der Ruhe bringen lässt. Sie erstaunt mich immer wieder in so manchen Situationen.

Aus dem "meinem" Zuckerl ist ein Sonntagskind geworden, ein wahres Glückskind!

Montag, 4. September 2017

Groß und Klein....

...zur Schule!

Die Schule hat wieder begonnen! Heute in Wien, für meinen Wiener-Jungen und letzte Woche für meine 4 in den Niederlanden.

Unser Sommerbaby, welches natürlich keines mehr ist, hat mit selbstgebastelter Schultüte ihren ersten Schultag erlebt. Die Lehrerin war ein wenig überfordert, denn Schultüten gibt es hier nicht und hat ruhig nochmals klar gestellt, dass wir in den Niederlanden sind. Mit einem Lächeln hab ich sie daran erinnert, dass wir Österreicher sind.

Vienne macht es sehr gut, was uns alle sehr freut und mich erstaunt. Sie geht mit ihren 4 Jahren in die 1. Klasse Elias in die 8 und letzte Klasse der Grundschule und unser kleines/großes Mädchen in die 4 und letzte Klasse der weiterführenden Schule. Nächstes Jahr im Mai wird sie ihre Abschlussprüfungen machen und davon fliegen.

Die Vormittags gestalten sich jetzt ganz anders. Das Haus ist ruhig und ich kann ohne unterbrochen zu werden Arbeiten, was mich unheimlich freut. Herrlich ist das und da Vienne es so gut tut und Constantin, der mittlerweile in die 3. Klasse geht, der Abschied nicht mehr schwer fällt bin ich beruhigt.

Mein Isaac fehlt mir. Es geht ihm so gut, dass er selten das Bedürfnis hat ein längeres Gespräch zu führen. Was mir eigentlich nur bestätigt, dass er sich wohl fühlt.

Das Haus gefüllt mit 4 Kindern ist noch immer viel Wäsche, viel putzen, viele kleine Streitereien  und ganz viel Liebe, Lachen und Glücklichsein.


Samstag, 2. September 2017

Noch immer .....

.....plastikfrei Einkaufen!

Endlich, endlich habe ich meinen Laptop wieder! Nun kann ich Euch nach 2 Wochen wiedereinmal berichten wie es mir/uns so geht mit dem plastikfreien Einkauf hier in den Niederlanden.

Es geht gut! Ich bin sehr erstaunt, doch für meine Begriffe geht es gut. 

Die Kinder haben manchmal noch Schwierigkeiten, da es ihren Lieblingsschinken nicht in Plastik verpackt gibt, sondern im Kühlschrank in einem Glasbehälter liegt. Und wenn ich ihn nicht anbiete bleibt er auch liegen. Sie finden auch, dass er anders aussieht, denn jetzt ist er nicht rund sondern eckig. Auch der Käse ist nicht in der gewohnten Verpackung in Scheiben geschnitten, sondern als ganzes Stück in einem Metallbehälter zum selber runterschneiden im Kühlschrank. Natürlich helfe ich, doch sie finden er schmeckt anders, ungewohnt.

Die Kinder sind eine große Hilfe, besonders Nr. 4 macht sich oft Gedanken darüber und ist sehr aktiv.

Brot backe ich größtenteils selbst, selten mit der Hand, da es mir Zuviel Zeit in Anspruch nimmt und wir bei 6 Familienmitgliedern relativ viel Brot brauchen. Zum Glück haben wir seit Jahren eine Brotbackmaschine und diese backt dann in der Nacht das Brot für den nächsten Tag. Auch habe ich auf unserem Markt einen guten Brotstand entdeckt, der nicht nur ein tolles Brotangebot hat, sondern auch Papiersackerl. Sehr gut, so gibt es 1x in der Woche frisches Brot vom Bäcker zu einem Preis der auch in mein Budget passt.

Obst und Gemüse kaufe ich Standard am Markt oder bei meinem Lieblingstürken den Oranje-Markt. Da kann ich tun wie es mir gefällt und die Inhaber sind immer, aber auch immer äußerst freundlich. 

Ein bisserl schwer ist es mit der Milch, den die, die ich im Glas kaufen kann ist nicht unbedingt beliebt bei meinen Familienmitgliedern, außer ich schiebe sie ihnen unter, "Mama, der Kakao ist aber heute besonders lekker!" Ansonsten habe ich nur die Möglichkeit Tetrapack, welches hier leider nicht gesammelt wird, oder Plastik, also habe ich mich für Tetrapack entschieden. Die Preise sind auch sehr verschieden. So kostet hier die günstigste Milch im 2 Liter Plastikbehälter €1,39 im Tetrapack mit 1,5 Liter €1,45 und im Glas 1 Liter Milch €1,79. (Glas habe ich aber nur bei meinem "Grätzerl-Supermarkt" gefunden, der mit manchen Bauern der Umgebung ein eigenes Abkommen hat.)

Mein Plastikmüll ist um vieles geschrumpft. Hier in den Niederlanden wird der Plastikmüll bei fast jedem Supermarkt gesammelt. Es gibt wie für Glas auch einen Container für Plastik, somit macht es das recyceln einfacher. Ich hatte mit meiner Großfamilie mindestens 1 wenn nicht mehrere Obstsackerl aus Plastik täglich, habe diese meistens auch täglich entsorgt auf dem Weg zur Schule, oder zum Einkauf mitgenommen. hatte ich mal nicht die Zeit fürs entsorgen sind mindestens 2 große schwarze Müllsäcke in einer Woche zusammen gekommen. Jetzt, seitdem wir plastikfreier Leben sind es 2-3 Obstsackerl aus Plastik, doch habe ich keine mehr, da ich Obst nur mehr lose einkaufe und mich auch traue meinen Einkauf unverpackt auf das Laufband zu legen.

Was ich noch nicht mache ist Dosen sammeln, den dafür müsste ich zum Müllplatz fahren und diese dort abgeben. Ehrlich gesagt, ist mir das im Moment ein bisserl zuviel und ich weiß noch nicht, wo ich diese Müllplatzfahrt in meinem Wochenalltag einplanen werde, da ich ja natürlich mit meinem Bakfiets unterwegs sein und nicht extra dafür mein Auto nehmen möcht'!

Natürlich brauche ich für die Einkäufe noch immer mehr Zeit, es hat sich noch nicht eingespielt, doch hoffe ich darauf und arbeite daran. Und, ja, ich gebe mehr Geld aus und da wir als Großfamilie auch auf unser Budget schauen müssen, wird es manchmal schwieriger. Besonders wenn ich Produkte die ich brauche mit meinen heißgeliebten 35% oder 50% Sticker abgepreist sehe, wird es schwer so manches Produkt nicht in den Einkaufswagen zu legen. Ich habe für uns als Familie entschieden, wenn es ein benötigter Artikel ist, dass ich ihn sehr wohl nehme.

Vielleicht auch etwas interessantes, die Plastikverschlüsse der Flaschen können hier für eine Ausbildung für Blindenführhund-Begleitung gesammelt werden und so wandern diese immer in ein Glas im Schrank und wenn dieses voll ist, weggebracht.

Auf jeden Fall mache ich/wir weiter. Der nächste Schritt ist, dass Haus weiterhin "auszumisten", doch das wird sich hinziehen, ganz bestimmt!

Ps. Natürlich kaufe ich mit meinen eigenen WHAT A MiSS Sackerln ein!

Donnerstag, 17. August 2017

Mit Glasbehälter ...

... zum Fleischhauer!

Heute ging es früh los! Ich schlich mich aus dem Haus um die Kinder nicht zu wecken. Die waren noch im Träumeland und ich ein wenig unter Zeitdruck. Zum Glück fiel mir noch das Wichtigste ein, die Glasbehälter für den Fleischhauer um Wurst und Fleisch einzukaufen.

Auf was man alles denken muss, wenn man umweltbewusst einkaufen möchte. Ich bin noch nicht optimal eingestellt auf mein Projekt, aber ich finde immer etwas. Die beiden Glasschalen sind ganz schön schwer, doch im Bakfiets spür ich das nicht.

Zuerst ging es zum Markt, der jeden Donnerstag an der Heuvelpassage ist, für Obst und Gemüse. Ich hab eine ganze Menge an frischen Sachen bekommen zu einem kleinen Preis.

1kg Nektarinen, 1kg Karotten, 4 Zitronen, 5 Mangos, 5 Avocados, 2 Zuchini, 1 Melanzanie, 1kg Marillen für €10,45.


Danach war noch ein Geburtstagsgeschenk zu finden für einen 7 jährigen Jungen und das auch Plastikfrei. Ein Abenteuer kann ich nur sagen, aber ich habe es geschafft und das Geschenk ist sehr gut angekommen. Das war eine Freude.

Vor dem Fleischhauere-Einkauf hatte ich ein wenig bammel. Wenn ich nervös werde, dann habe ich es immer schwer mich in der niederländischen Sprache auszudrücken. Eine ganz freundliche Verkäuferin bediente mich. Zuerst wusste ich nicht, wo ich die Nummer die ich gezogen hatte hingeben sollte. (Ich war vielleicht erst 2x in den 8 Jahren Niederlande beim Fleischhauer einkaufen.)
Zögerlich fragte ich ob ich die Fleisch- und Wurstwaren in meinen eigenen Behälter bekommen könnte. Ich wurde mit großem Fragezeichen angeschaut, dann kam eine kurze Pause, danach ein "Ja". Das zauberte ein Lächeln auf mein Gesicht und meine nächste Frage. Ob für mich frisch aufgeschnitten wird, denn die ganze Wurstware war in Plastik verpackt. Ja, es wurde für mich frisch geschnitten und ich hörte kleine Konversationen über mich und mein vorhaben weil es ungewöhnlich war. Leider wusste ich nicht, das zwischen die Blätter ein Blatt aus Plastik gelegt wurde. beim nächsten mal, werde ich darauf achten.


Beim Fleisch war es einfacher. Ich kaufte 1kg Faschiertes und bemerkte das es sogar billiger war als im Supermarkt, dort zahlt man für 80 dag den selben Preis.

Vis a vis vom Fleischhauer ist eine neue nette Bäckerei und schon hatte ich 2 x Brot in Papier verpackt in der Tasche. So einfach, so nett!


Es folgt ein herrliches Lunch mit all den Kindern und lieben Besuch. Der Einkauf war so schmackhaft, dass ich fiets Kinder bremsen musste für morgen noch etwas über zu lassen. Schließlich will ich nicht jeden Tag einkaufen gehen.

Toll, wie gut und einfach es doch gehen kann!

Mittwoch, 16. August 2017

Schrauben ...

 ... ohne Plastikverpackung!

Das war heute mein persönlicher Auftrag. Wieder einmal war mir mein jüngster Sohn eine große Hilfe!

Constantin ist 6 und hat oft ganz tiefe Gedankengänge. Heute brauchten wir Schrauben für den Fußballtisch. Da dieser schon einige Male auf- und abgebaut wurde sind immer wieder Schrauben verloren gegangen. Für Constantin war ganz klar :" Mama, aber bitte ohne Plastik!" Dafür mussten wir eine 25 minütige Fahrt mit dem Bakfiets auf uns nehmen und siehe da wir haben die gewünschten Schrauben bekommen. Einzeln und in einem kleinen Papiersackerl. Darauf hätte ich verzichten können, aber Constantin nicht.

Weil wir so nahe an meinem Lieblingstürken waren, haben wir gleich ein wenig eingekauft.
Lose Erdäpfel das Kilo für 1 Euro. Brot, und kleine Tomaten, sowie Zucker in Papier verpackt - eine Seltenheit.


Constantin teilte weitere Gedanken auf dem Rückweg mit mir. "Mama, wie lange haben wir noch Toilettenpapier?" "Noch eine Weile", gab ich schnell zur Antwort. Mit dem Gedanken "Eigentlich weiß ich es nicht genau." "Ja weißt Du, ich hab mir nämlich überlegt, wir machen das so wie die Annemarie mit ihrem Baby. Wir nehmen Tücher mit Öl für unseren Popo und dann können die in der Waschmaschine gewaschen werden." klang es ganz fröhlich und stolz aus seinem Mund. "Das ist eine gute Idee, mein Lieber", mit einem Lächeln im Gesicht dachte ich nach, ob ich das wirklich will.

Unser Hausmüll - Plastiksack ist auffallend wenig gefüllt. 

Die Vorräte an plastikverpackten Lebensmittel sind fast aufgebraucht. Und mein Kühlschrank fast leer. Morgen ist Markttag und ich werde mein Glück beim Fleischhauer versuchen und mit meinen Glasbehältern auftauchen. 

Ich bin gespannt und ein bisserl nervös!

Dienstag, 15. August 2017

Überraschend ...

... günstig!

Heute war ich mit umziehen von Kinderzimmern beschäftigt. Wir, die Kinder und ich, sind bestimmt noch einige Tage am ausmisten, umräumen,  neugestalten und verschönern.

Eigentlich hatte ich keine Lust heute einkaufen zu gehen. Außerdem ist heute kein Markttag und zu Fleischhauer wollte ich nicht radeln aus Zeitmangel.

Somit haben Marie-Louise und ich unseren Gefrierschrank und Vorrat durchforstet um ein leckeres Abendessen für 6 zu zaubern. Herrlich sich mit der Ältesten besprechen zu können und zusammen kochen in Ferien ist auch ein Geschenk.

Ich beschloß kurzer Hand nach dem Abendessen doch noch zum Supermarkt im Viertel zu radeln und nahm die Älteste mit.

Überraschenderweise war vieles was wir brauchten Lose und im Angebot. 

Diesmal kam ich ausgestattet mit kleinen Stoffsackerln und bat die Weckerl in mein Sackerl zu geben. Und prompt wurde es getan. Die Etiketten wurden aussen aufgeklebt. Erstaunlich, wie einfach!

Zum ersten Mal habe ich die Eier einzeln vom Biobauern genommen. Sonst kaufe ich die Eier am Markt, bringe immer meine eigene Eierschale mit. Diesmal anders. Bin schon sehr gespannt wie diese schmecken.

Milch hab ich nur in Tetraverpackung gefunden, dafür Bio und mit Sticker! (Vergünstigung da das Ablaufdatum bald erreicht ist) Diese Sticker sind mir immer Willkommen. Leider kann ich hier die Tetraverpackung nicht wie in Wien sammeln und später abgeben.

Das Roggenbrot für Meneer van Duin gibt es leider nur in verschiedenen Plastikvarianten verpackt. Da ich nur zwischen Plastik und Plastik wählen kann habe ich die Verpackung mit dem dünsten Verpackungsmaterial gewählt. Das Brot selber liegt in einer Papierschachtel.

Joghurt hab ich im Glas gefunden mit Sticker, Juchuuuuu! Für das Glas zahle ich einen Einsatz von 50 Cent. Für Plastikflaschen wird ein Einsatz von 25 Cent verlangt. Beim nächsten Einkauf kommen die leeren Flaschen wieder mit und werden gegen eine Gutschrift abgegeben.

Worüber ich mich noch gefreut habe waren die Zwiebeln die ich einzeln kaufen konnte und die Gurke ohne Plastik.

An der Kasse habe ich dann mein Obst und Gemüse einzeln aufgelegt, da es erst dann abgewogen wird. Die Kassiererin war die junge Frau die mir mit den Brötchen geholfen hat und schmunzelte ein wenig. Sie nahm meine Ware mit bedacht, anders als sonst. Die Kunden nach mir mussten ein wenig länger warten, doch nahm man es mir nicht übel.

Mit einem Lächeln ging ich aus unserem Grätzel-Supermarkt und freute mich!

Es war doch nicht so schwer als gedacht mein fast plastikfreier Einkauf am Dienstag.

Ein früher....

... Auszug!

Es regnet, wie gut das zu meinem Herzen passt.

Innerlich weine ich, schon ein paar Wochen geht das so, außen strahle ich  zumindest so oft ich kann. Und glaubt mir ich kann!

Ich liege im Bett meines 1. Sohnes habe mich mit seiner Decke zugedeckt und nehme Abschied. Das klingt jetzt ganz theatralisch als würde das Schlimmste passiert sein. Doch so ist es nicht!

Draußen höre ich Sohn Nr. 2 in seinem Übermut kichern und vorallem reden. Er redet wie ein Wasserfall, wie toll es ist umzuziehen und endlich wieder ein eigenes Zimmer zu haben.

Isaac, mein Wiener;Junge ist in seiner Heimatstadt geblieben. Mit 14, bald 15 Jahren beginnt er jetzt sein "Neues Wiener-Leben"! Schon sehr lange zog es ihn in seine zurück.

Es war schwer es zuzulassen, alle Behördenwege zu gehen und vorallem loszulassen und glaubt mir Letzteres hab' ich noch nicht geschafft.

Er wird auf ein tolles Gymnasium gehen (so hoffe ich) und hat das Glück mit der besten Familie leben zu können. Irgendwie wiederholt sich eine Geschichte und es fühlt sich gut an.

Die Rückfahrt, in die Niederlande, nur 4 anstatt 5 Kindern war eigenartig ruhig.

Seit unserer Rückkehr, bin ich immer wieder in sein Zimmer gegangen, dass wir uns geteilt haben. Ich weiß noch, als wir umzogen,  von Noord Holland nach Noord Brabant, als Isaac zu mir sagte: "Du kannst eine Hälfte als Atelier benützen, so haben wir ein Zimmer zusammen!"

Ab heute Abend wird es Elias Zimmer sein.

Auch für mich hat ein neuer, anderer Lebensabschnitt begonnen, doch daran muss ich mich noch gewöhnen.

Montag, 14. August 2017

Plastikfrei ...

... ob ich das kann?

Kaum zurück aus meiner Heimatstadt und schon ein neues Projekt.

Seit einiger Zeit versuche ich einmal mehr einmal weniger mich um unseren Müllkonsum zu kümmern.

Mein größtes Vorbild meine jüngste Schwester mit ihrem Blog "Ein Jahr im Glas".

Jedesmal wenn ich sie besuche, oder sie mich, bin ich erstaunt wie sehr sie es schafft plastikfrei zu Leben und jetzt auch noch mit dem Glückskind (meinem Zuckerl) dabei. Einfach toll die Frau!

Auf der Rückfahrt von Wien nach 's-Hertogenbosch in einer Zeitschrift schmökernd las ich doch tatsächlich einen Artikel über Verpackungsmaterialien und was für einen Einfluss diese auf unseren Hornonhaushalt etc. haben.

Als Schwester meiner Schwester sollte ich eigentlich über alles bescheid wissen, doch dem ist nicht so. Frau redet ja auch über andere spannende Themen.

Mein Entschluss stand fest, ich möchte es eine Woche lang tun!

Eine Woche ohne Plastikverpackungen!

Da ich noch einen kleinen Vorrat an Lebensmittel habe und Ferien sind, kann ich mich auf die Suche machen und experimentieren.

Schwierig ist dieses Vorhaben auf alle Fälle!

Heute hab ich es mir einfach gemacht und trotzdem gesehen, dass es mehr Vorbereitung braucht. Ein "Spontaneinkauf" ist schwierig! 1 Croissant, 4 Bananen und 6 Tomaten war mein Einkauf heute. Normalerweise wird an der Kasse erwartet das alle losen Lebensmittel in ein durchsichtiges Plastiksackerl verpackt ist. Heute nicht, zumindest nicht für mich! Ich habe mich getraut und mein jüngster Sohn war eine tolle Hilfe! Vor einigen Monaten habe ich mich in unserem "Viertel-Supermarkt" erkundigt, ob ich meine eigenen kleinen Stofftaschen für lose Lebensmittel mitnehmen darf. Ja, war die Antwort, doch soviel Loses gibet es ja gar nicht und wenn, dann ist es um ein vielfaches teurer. Trotzdem, trotzdem und nochmals trotzdem, ein Abenteuer ist so eine Plastikfreie-G'schicht schon.

Brot war auch alle, doch auch Brot ist in Plastik verpackt, also Brot selbst gebacken. Zum Glück hatte ich noch Milch. Milch in Glas zu finden und dann noch erschwinglich für eine Großfamilie, ich suche!

Mein plastikfreier Montag der nur im Einkauf Plastikfrei war unser Sack an Verpackungsmaterial füllt sich weiter, denn der Vorrat wird aufgebraucht. 

Auf morgen 

Mittwoch, 9. August 2017

Wiener Sightseeing ...

  ... ganz anders!

Seit Tagen hatte ich mich auf diese Morgenstunden, am Freitag, gefreut!

Mit einer lieben Freundin Zeit zu verbringen ist immer ein Geschenk. Und das dann noch zeitig in der Früh, wenn Wien und der Trubel der Stadt erwacht.


Seitdem ich in die Niederlande zog, war ich nicht mehr Nordic Walken. Früher habe ich Nordic Walken unterrichtet und fand es immer herrlich mit den "Stöcken" zu trainieren. Ja, ich vermisse es! Und noch immer kann ich es nicht mitansehen, wie so manche "Könner" ihre Stöcke verwenden, dies ist aber ein anderes Thema.


Um 6 Uhr früh begann unsere Wanderung beim Stadtpark. Ziel war es einmal um den Ring zu "walken". Es war so schön und ungewohnt am Asphalt zu walken und nicht im Grünen, doch war es auch spannend alles aus einem ganz anderem Blickwinkel zu sehen. Leider hat unsere Strecke am Morzinplatz geendet mit einem entsetzlichen Sturz.

Meine Walking-Partnerin ist gestolpert und hat sich das rechte Handgelenk gebrochen. Die Hand musste eingerenkt werden und jetzt schmückt ein weisser Gips ihren Arm 6 Wochen lang.

Fazit, wir hatten mehr Zeit als geplant miteinander, und konnten endlos plaudern. Unter gesunden Umständen wäre es mir und ihr viel lieber gewesen.

Eine Fahrt mit der Wiener-Rettung war ein Highlight und auch eine Wartehalle ist recht interessant!


Die Unfallabteilung eines Wiener Spital's hat sich im Laufe der Stunden (die wir dort saßen "wie bestellt und nicht abgeholt"), nicht nur mit mehr und mehr Menschen gefüllt, sondern auch mit verschiedenen Gerüchen.

Patienten sind gekommen und gegangen. Die Geruch ist geblieben und noch schlimmer ist immer unerträglicher geworden! Am Besten - nicht mehr Atmen!

Eine Dame, die uns gegenüber saß, in einem Rollstuhl der nur im Krankenhaus verwendet wird, hat bei der Frage ihres Geburtstages ein Jahr genannt, das erstaunlich war, 1918!

Zuerst dachte ich, ich habe mich verhört in dem Trubel der da so vor sich hin brodelte.

Eineinhalb Stunden später fragte sie einen Krankenpfleger, ob man sie vergessen hatte. Sie sprach im alten Wiener Dialekt, nicht so wie er heute in der Stadt gesprochen wird, sonder ihr Klang hatte eine andere Färbung. Josefine ... 1918ziger Jahrgang gab sie laut von sich.

Diese Josefine schaute wie Mitte Siebzig bin Anfang Achtzig aus, aber nicht Neunundneunzig!Sie war klein, vielleicht 1,60 und hatte schneeweißes kurzes Haar. Ihre Füsse berührten den Boden nicht. Hin und wieder döste sie ein um dieser Wartezeit zu entfliehen.

Ich werde diese kleine, zierliche fast hundertjährige Wienerin nicht so schnell vergessen. Wenn ich allein an unsere Wiener Geschichte denke wird mir ganz schummerig. 

Nach dem 1. Weltkrieg geboren.....

Meiner "Stecken-Partnerin" geht es mittlerweile besser. Sie erlernt gerade "Multitasking mit Gips" und da sie Rechtshänderin ist, ist es eine wahre Herausforderung.

Nordic Walken werde ich ab jetzt lieber alleine gehen, damit kein Unglück passiert!

Montag, 31. Juli 2017

Dornröschenschlaf im ...


... Zauberwald!

Es sind die kleinen unscheinbaren Dinge im Leben die mich glücklich machen. 

Eine nette Geste hier, ein liebes Wort da, ein Bitteschön oder ein Ich hab  Dich lieb. Sonnenschein, ein Lied, eine Ausstellung, eine Wanderung, oder ganz einfach nur das zwitschern eines Vogels. Vor ein paar Tagen hatte ich einen ganz besonderen glücklichen Moment.

Meneer van Duin und ich waren am Zauberberg in der Nähe Wiens unterwegs. Es war an unserem Wiener-Hochzeitstag. Mein Vater hatte unsere Kinder übernommen, uns Zeit für uns geschenkt. Eigentlich wollte ich mit Meneer van Duin auf den Sonnwendstein, doch dazu ist es nicht gekommen. 

Die Ortschaft Semmering ist nur einige Kilometer von Maria Schutz entfernt und so beschlossen wir hinzufahren. Als Kind war ich öfter in diesem Gebiet wandern und mochte es sehr. Berge und Wandern ist mir in die Wiege gelegt worden. Schon als Kleinkind bin ich im Rucksack meines Vaters gesessen über Stock und Stein, Bergauf und Bergab in den Bergen um Wien.

Ohne Ziel fuhren wir durch den Ort Semmering und ich dachte an all die Geschichten, die ich über diesen Ort gehört, gelesen, oder in Dokumentationen gesehen habe und auf einmal hält mein Mann an, ich schaute auf und las SÜDBAHN HOTEL und mein Herz begann zu springen.

SÜDBAHNHOTEL

Ich musste sofort aussteigen, traute meinen Augen nicht und musste lachen.

Weihnachten 2014, hatten wir mit Familie in Wien gefeiert. Wie immer war ich hungrig nach allem was ich vermisse und beschloss mit meinem Sohn Isaac in beide Jüdische Museen zu gehen. Unwissend stieß ich auf eine  Ausstellung über das SÜDBAHN HOTEL des Jüdischen Museums am Judenplatz. Ich war sofort verzaubert und tauchte in diese Zeit ein als wäre sie Gegenwärtig. Konnte  mich nicht satt sehen an den Bildern der Fotografin Yvonne Oswald.

Und jetzt, am Dienstag, stand ich vor dem Südbahnhotel und konnte mein Glück nicht fassen. Es stand nämlich auf meiner Wunschliste, dass ich es einmal in Natura sehen möchte und da stand ich mit offenen Augen und Mund davor. Ich erinnerte mich so gut an die Bilder der Ausstellung und an den Film der gezeigt wurde. 

Meneer van Duin  war mit anderem beschäftigt und so zog ich alleine los.

Es war so ein verzaubertendes Gefühl, als würde die Gegenwart mit der Vergangenheit verschmelzen. Ja, ich fühlte mich als Eindringling, der Schlafenden weckt.

ein schöner Zeitzeuge


Ich konnte einen der drei Luster vom großen Speisesaal von außen sehen. Zu gerne wäre ich an der Mauer hochgeklettert um hineinzuschauen, doch dann kamen wieder die Bilder von Yvonne Oswald in meine Erinnerung und ein Lächeln huschte über mein Gesicht.

ein Luster 


Ich war nicht alleine unterwegs, es gab noch andere Wanderer, und mein Mann wartete im Auto also ging ich zügigen Schrittes weiter.

manchmal finden Verantstaltungen statt


vergangenes Geschäftstreiben


neue Glühlampe


Wo war das Schwimmbad, fragte ich mich, es gab doch irgendwo ein Schwimmbad. So begann doch der Film mit Szenen im Grünen, einem Fenster und ein Schwimmbad.

Nachdem ich fast einmal um das Hotel gelaufen bin, denn ich wollte ja schnell sein, hab ich plötzlich die 2 Duschstangen gesehen. Ich war so glücklich, dass ich mich nicht geirrt habe und ran durchs hohe Gras und rief immer wieder lachend, "Oh wie schön, ich hab's gefunden!"

Schwimmbad von außen

Schwimmer / Nichtschwimmer

hier wäre ich auch gerne geschwommen

Ich fühle in diesem Moment die Freude die ich empfunden habe und muss wieder Lächeln.

Meine Fotos sind nichts im Vergleich zu denen von Yvonne Oswald, doch werden sie mich immer an diesen besonderen Glücksmomente am Zauberberg erinnern.

Telegraphenamt

Es ist ein Wunsch meines Wunschzettel in Erfüllung gegangen, zauberhaft!

Ps. Noch mehr SÜDBAHNHOTEL gefällig?


Sonntag, 30. Juli 2017

E L I A S ...

... 11 Jahre

Dieser tolle Junge hat heute Geburtstag!

Alles Gute zum Geburtstag lieber Elias! Du hast das Glück immer besondere Urlaubsgeburtstage zu feiern!

Seit mehr als 8 Jahren darf ich seine Mutter sein und ich kann sagen, es ist wahrhaftig eine aufregende Zeit.

Der kleine Junge, der zu Weihnachten 2008, in meiner Küche im Servietenviertel gestanden ist und immer wieder zu seinem Vater "mooie Mama" gesagt hat, hat mich doch tatsächlich zur Mama ausgesucht.



Ich kann mich an mein Gefühl erinnern, als er und sein Vater, damals am Flughafen hinter der Glastüre verschwunden sind. "Bekomme ich nun ein Kind geschenkt?"

Mittlerweile ist er nicht nur gewachsen, spricht mehrere Sprachen ist ein hervorragender Fußballspieler, kann laufen wie der Wind und Radfahren als würde er für die Tour de France trainieren.


Dieses Kind ist ein ganz besonderes mit wunderbaren Gegensätzen, die mich manchmal aus der Puste bringen, mich erstaunen, zum Lachen bringen, ja und auch zum Toben. Sein Ideenreichtum ist unerschöpflich und zum Glück ist er noch in der Phase das er alles weiß und kann. Ein kleiner Einstein mit großem Herzen.

Wie gerne würde ich manchmal seine leibliche Mutter zurückholen. Sie um Rat fragen und ihn in ihre Arme laufen lassen, anstatt in meine. Wie oft schreie ich zum Himmel in Verzweiflung, weil ich nicht weiß und oft nicht verstehe was dieser starke und so weiche Junge wirklich braucht.

Alles hat seinen Sinn in diesem Leben auch wenn die Erkenntnis meistens erst später kommt.

Ich liebe diesen Jungen, der zu meinem Elias geworden ist.

Montag, 24. Juli 2017

4 Jahre.....

.....eine wahre Prinzessin!

In wenigen Minuten vor 4 Jahren wurde dieses wunderbare Geschöpf geboren.

Unser Sommerbaby!

Ein Baby ist sie schon lange nicht mehr.

Zeit verbringen ist ein MUST mit dieser kleinen Schönheit. Zu ihrer Quirligkeit gehört auch eine Portion Ernsthaftigkeit. Sie singt, lacht, tanzt und hat Freude an sovielen Kleinigkeiten. Sie erhellt den Tag, den sie am liebsten mit Bettwechsel in der Früh beginnt. Sie kann stundenlang zuhören wenn vorgehen wird und bringt gerne mehr dann ein Buch.

Unsere kleine Krankenschwester, die immer weiß wo die Pflaster sind, ist absolut in allem interessiert. Es ist so eine Freude mit ihr durch die Stadt zu bummeln und einkaufen war noch nie eine Last.

Vienne ist eine absolut Starke, was sie von der Geburt an immer wieder zeigt. 1 Stunde hat sie mir gegeben, doch erst als ich bereit war. Wir sind ein gut eingespieltes Team.

Sie liebt ihren Vater und das ist so schön zu sehen und er vergöttert seine Prinzessin.


Mit dem 4ten Lebensjahr beginnt in den Niederlanden der Schulalltag. Den Schnuppertag vor ein paar Wochen hat sie tränenreich, aber doch sehr gut überstanden.

Alles Gute zum Geburtstag mein großes Sommerbaby!

Dich erwartet eine neues, schönes Lebensjahr!

Sonntag, 2. Juli 2017

Ein runder Bauch,....

..... eine tolle Frau!

Mit dieser Schwester aus dem Drei-Mäderl-Haus verbindet mich eine ganz besonders innige Schwesternliebe!

Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich fast 16 war als sie geboren wurde und sie schon von Anfang an liebte. Vielleicht, weil wir uns sehr ähnlich sind, oder weil ich nach dem Tod unserer Mutter nicht nur älteste Schwester, sondern auch Mutterersatz und später Freundin wurde. Wir haben viele Jahre zusammen verbracht und ich habe nie einen so angenehmen Teenager kennengelernt als meine Süße. Unser Abschied war damals mehr als hart, als wir aus dem schönen Servietenviertel auszogen. Ich in eine neue Ehe und sie in ein Leben ohne ihrer bisherigen Familie.

Sie war damals 11 und ich 27. Heute ist sie 27 und wird in wenigen Tagen zum ersten Mal Mutter.

Diese tolle Frau mit dem runden Babybauch ist fast immer in meinen Gedanken, aber ganz sicher immer in meinem Herzen. Sie ist mir ein Vorbild in einigen Lebensangelegenheiten und ich liebe es ihren Blog "Ein Jahr im Glas" zu lesen! Es fasziniert mich, wie sie in den fast 3 Jahren mit ihrem Mann ihren Lebensstil verändert hat und soetwas von umweltbewusst lebt und andere damit ansteckt, zum Nachdenken bringt und somit auch wirklich etwas verändert. Sie ist eine absolut authentische Person und mehr als liebenswert.

All zu gerne wäre ich viel näher am Geschehen und würde gerne herzen und verwöhnen! 


Dieses kleine Glückskind in ihrem Bauch, kann wirklich sehr glücklich sein in so eine besondere Familie geboren zu werden. Die sich voll Liebe und intensität auf dieses große Ereignis der Elternschaft vorbereitet. 

Mein liebes kleines Zuckerl, ich kann es kaum erwarten dich kennenzulernen. Schlüpfe gut in dieses Leben.

Meine Süße, falls Du heute Schnackerl hast, oder das Zuckerl dann bin ich die Schuldige, denn ich denke an Dich schon den ganzen lieben Tag!

1001 Küsse an Dich, meine Süße und eine dicke Umarmung an Dich, mein Super-Schwager!

Samstag, 1. Juli 2017

Cyra, .....

1. April 2005 - 22. Juni 2017 
..... ein schwerer Abschied!

Ich vermisse sie, wir vermissen sie, unsere Hündin Cyra die 12 Jahre zu unserer Familie gehörte.

Wenn ich nach Hause komme, ist es noch immer eigenartig nicht von ihr begrüßt zu werden. Sie lag immer vor der Tür und hat gewartet bis sie uns hörte und dann durchs Glas der Tür geschaut und sich gefreut. Auch wartet sie nicht mehr im Bakfiets, wenn ich die Kinder zur Schule brachte, oder abholte. Auch diesen Blick vermisse ich. Nachts musste ich in der letzten Zeit über sie drüber steigen, weil sie quer vor der  Schlafzimmertür lag. Nach meinen Operationen hatte sie immer den Kopf ins Schlafzimmer gelegt, um nach mir zu schauen, der Körper lag im Gang. Sobald ich mich bewegte öffnete sie die Augen. Es war so süß! Sie kannte die Regeln sehr gut, doch war ihr Beschützerinstinkt immer größer.


In der letzten Woche, hat sie sich immer wieder zu den Kindern geschlichen um vor deren Bett zu liegen. Vielleicht spürte Cyra, dass sie bald nicht mehr die Gelegenheit dazu haben wird.
Als Welpe kam sie in unsere Familie im Juni 2005. Marie-Louise und Isaac waren noch klein und Cyra war eine schöne Berreicherung.

Als ich zu dem, von Veterinär-Studenten geretteten, Wurf kam legte sich ein kleines haarige Bündel Leben auf meine nackten Füße. Ich werde diesen Moment nie vergessen, als sie ihren kleinen Kopf in meine Hand legte, wußte ich :"Das ist unser Hund!" Annemarie gab ihr den Namen Cyra und so wurde sie unser neues Familienmitglied.


Im ersten Jahr hatte sie viele Schuhe auf dem gewissen und oft drang ihr bellen auf die Straße hinaus. Sie war eine begeisterte U-Bahn Fahrerin.  Mit meinem Kommando "Einsteigen" stiegt sie in einen flachen afrikanischen Korb ein und die verschiedenen Fahrten konnten beginnen. Der Heldenplatz war unsere Spielwiese damals und später ist der Donaukanal zu unsere Strecke geworden.

Nach einem schrecklichen Unfall ist unsere Beziehung noch inniger geworden. Viele Tage und Wochen habe ich vor ihrem Korb gewacht, der damals vom Vorraum in mein Schlafzimmer wanderte, eine Hand entfernt schliefen wir neben einander. Bis zu unserem Umzug in die Niederlande blieb das auch so. Sie schlief in der Nacht in einer Ecke im Schlafzimmer und ging gegen 21 Uhr schlafen, wenn ich um 22 Uhr noch nicht im Bett war kam sie heraus schaute mich an mit diesem Blick "na, komm!" War ich abends aus und kam spät nachts nach Hause wartete sie vor der Wohnungstür und ging dann erst schlafen.


Cyra war eine besondere Weggefährtin und hat auch in meiner Arbeit als Personaltrainerin immer mitgemischt. Ob es nun Nordic Walken war oder Laufen, sie war immer dabei. Bei Energiebehandlungen lag sie meistens unter dem Behandlungstisch, gerade dirt wo es notwendig war. War das Problem gelöst oder ist der Schmerz leichter geworden, stand sie auf und ging auf ihren Platz im Vorraum.


An das Gesetz den Hund an der Leine zu führen, verstoß ich in der Natur regelmäßig. Fast immer! Sie war ganz einfach immer an meiner Seite, außer es war eine Katze in der Nähe.

In den Niederlanden hat sie einmal einen Hasen zu Tode erschreckt. Das war auch das erste Mal das ich furchtbar beschimpft wurde. Ich hatte damals noch keine Ahnung, was man mir da an den Kopf warf.


Regelmäßig kam unser Hund in die Ferien mit, oder wurde liebevoll von Freunden aufgenommen.
Spazieren und schwimmen war unsere Leidenschaft!

Nach einen Unfall, vor 2 Jahren in unserer Garage, hat sie sich nie wieder so richtig erholt. Plötzlich machte sich ihr Alter bemerkbar. Sie hatte Arthrose, ihre Augen und ihr Gehör verschlechterten sich. Am Ende war ihr Körper übersät von Tumoren und trotzdem wollte sie bei allem dabei sein. Nur zu oft dachte ich, "jetzt schläft sie für immer ein", doch sie wollte uns nicht verlassen.

So wie sie in eine liebevolle Familie gekommen ist, so ist sie auch von uns gegangen.

Alle 5 Kinder und ich haben sie in den ewigen Schlaf gestreichelt. Umringt von den Menschen die ihr wichtig waren, die sie immer beschützen wollte ist sie gestorben und von ihrem sehr ersichtlichem Leiden erlöst. Nie wieder möchte ich so eine Entscheidung treffen müssen.

Auf ein Wiedersehen!