Sonntag, 2. Juli 2017

Ein runder Bauch,....

..... eine tolle Frau!

Mit dieser Schwester aus dem Drei-Mäderl-Haus verbindet mich eine ganz besonders innige Schwesternliebe!

Vielleicht hat es damit zu tun, dass ich fast 16 war als sie geboren wurde und sie schon von Anfang an liebte. Vielleicht, weil wir uns sehr ähnlich sind, oder weil ich nach dem Tod unserer Mutter nicht nur älteste Schwester, sondern auch Mutterersatz und später Freundin wurde. Wir haben viele Jahre zusammen verbracht und ich habe nie einen so angenehmen Teenager kennengelernt als meine Süße. Unser Abschied war damals mehr als hart, als wir aus dem schönen Servietenviertel auszogen. Ich in eine neue Ehe und sie in ein Leben ohne ihrer bisherigen Familie.

Sie war damals 11 und ich 27. Heute ist sie 27 und wird in wenigen Tagen zum ersten Mal Mutter.

Diese tolle Frau mit dem runden Babybauch ist fast immer in meinen Gedanken, aber ganz sicher immer in meinem Herzen. Sie ist mir ein Vorbild in einigen Lebensangelegenheiten und ich liebe es ihren Blog "Ein Jahr im Glas" zu lesen! Es fasziniert mich, wie sie in den fast 3 Jahren mit ihrem Mann ihren Lebensstil verändert hat und soetwas von umweltbewusst lebt und andere damit ansteckt, zum Nachdenken bringt und somit auch wirklich etwas verändert. Sie ist eine absolut authentische Person und mehr als liebenswert.

All zu gerne wäre ich viel näher am Geschehen und würde gerne herzen und verwöhnen! 


Dieses kleine Glückskind in ihrem Bauch, kann wirklich sehr glücklich sein in so eine besondere Familie geboren zu werden. Die sich voll Liebe und intensität auf dieses große Ereignis der Elternschaft vorbereitet. 

Mein liebes kleines Zuckerl, ich kann es kaum erwarten dich kennenzulernen. Schlüpfe gut in dieses Leben.

Meine Süße, falls Du heute Schnackerl hast, oder das Zuckerl dann bin ich die Schuldige, denn ich denke an Dich schon den ganzen lieben Tag!

1001 Küsse an Dich, meine Süße und eine dicke Umarmung an Dich, mein Super-Schwager!

Samstag, 1. Juli 2017

Cyra, .....

1. April 2005 - 22. Juni 2017 
..... ein schwerer Abschied!

Ich vermisse sie, wir vermissen sie, unsere Hündin Cyra die 12 Jahre zu unserer Familie gehörte.

Wenn ich nach Hause komme, ist es noch immer eigenartig nicht von ihr begrüßt zu werden. Sie lag immer vor der Tür und hat gewartet bis sie uns hörte und dann durchs Glas der Tür geschaut und sich gefreut. Auch wartet sie nicht mehr im Bakfiets, wenn ich die Kinder zur Schule brachte, oder abholte. Auch diesen Blick vermisse ich. Nachts musste ich in der letzten Zeit über sie drüber steigen, weil sie quer vor der  Schlafzimmertür lag. Nach meinen Operationen hatte sie immer den Kopf ins Schlafzimmer gelegt, um nach mir zu schauen, der Körper lag im Gang. Sobald ich mich bewegte öffnete sie die Augen. Es war so süß! Sie kannte die Regeln sehr gut, doch war ihr Beschützerinstinkt immer größer.


In der letzten Woche, hat sie sich immer wieder zu den Kindern geschlichen um vor deren Bett zu liegen. Vielleicht spürte Cyra, dass sie bald nicht mehr die Gelegenheit dazu haben wird.
Als Welpe kam sie in unsere Familie im Juni 2005. Marie-Louise und Isaac waren noch klein und Cyra war eine schöne Berreicherung.

Als ich zu dem, von Veterinär-Studenten geretteten, Wurf kam legte sich ein kleines haarige Bündel Leben auf meine nackten Füße. Ich werde diesen Moment nie vergessen, als sie ihren kleinen Kopf in meine Hand legte, wußte ich :"Das ist unser Hund!" Annemarie gab ihr den Namen Cyra und so wurde sie unser neues Familienmitglied.


Im ersten Jahr hatte sie viele Schuhe auf dem gewissen und oft drang ihr bellen auf die Straße hinaus. Sie war eine begeisterte U-Bahn Fahrerin.  Mit meinem Kommando "Einsteigen" stiegt sie in einen flachen afrikanischen Korb ein und die verschiedenen Fahrten konnten beginnen. Der Heldenplatz war unsere Spielwiese damals und später ist der Donaukanal zu unsere Strecke geworden.

Nach einem schrecklichen Unfall ist unsere Beziehung noch inniger geworden. Viele Tage und Wochen habe ich vor ihrem Korb gewacht, der damals vom Vorraum in mein Schlafzimmer wanderte, eine Hand entfernt schliefen wir neben einander. Bis zu unserem Umzug in die Niederlande blieb das auch so. Sie schlief in der Nacht in einer Ecke im Schlafzimmer und ging gegen 21 Uhr schlafen, wenn ich um 22 Uhr noch nicht im Bett war kam sie heraus schaute mich an mit diesem Blick "na, komm!" War ich abends aus und kam spät nachts nach Hause wartete sie vor der Wohnungstür und ging dann erst schlafen.


Cyra war eine besondere Weggefährtin und hat auch in meiner Arbeit als Personaltrainerin immer mitgemischt. Ob es nun Nordic Walken war oder Laufen, sie war immer dabei. Bei Energiebehandlungen lag sie meistens unter dem Behandlungstisch, gerade dirt wo es notwendig war. War das Problem gelöst oder ist der Schmerz leichter geworden, stand sie auf und ging auf ihren Platz im Vorraum.


An das Gesetz den Hund an der Leine zu führen, verstoß ich in der Natur regelmäßig. Fast immer! Sie war ganz einfach immer an meiner Seite, außer es war eine Katze in der Nähe.

In den Niederlanden hat sie einmal einen Hasen zu Tode erschreckt. Das war auch das erste Mal das ich furchtbar beschimpft wurde. Ich hatte damals noch keine Ahnung, was man mir da an den Kopf warf.


Regelmäßig kam unser Hund in die Ferien mit, oder wurde liebevoll von Freunden aufgenommen.
Spazieren und schwimmen war unsere Leidenschaft!

Nach einen Unfall, vor 2 Jahren in unserer Garage, hat sie sich nie wieder so richtig erholt. Plötzlich machte sich ihr Alter bemerkbar. Sie hatte Arthrose, ihre Augen und ihr Gehör verschlechterten sich. Am Ende war ihr Körper übersät von Tumoren und trotzdem wollte sie bei allem dabei sein. Nur zu oft dachte ich, "jetzt schläft sie für immer ein", doch sie wollte uns nicht verlassen.

So wie sie in eine liebevolle Familie gekommen ist, so ist sie auch von uns gegangen.

Alle 5 Kinder und ich haben sie in den ewigen Schlaf gestreichelt. Umringt von den Menschen die ihr wichtig waren, die sie immer beschützen wollte ist sie gestorben und von ihrem sehr ersichtlichem Leiden erlöst. Nie wieder möchte ich so eine Entscheidung treffen müssen.

Auf ein Wiedersehen!

Donnerstag, 29. Juni 2017

Mama schau....


....ohne Stützräder!

Die Zeit verfliegt und immer wieder bin ich erstaunt, was mein "Sommerbaby" schon alles kann.

So bin ich kurz mal weg und schon gibt es großartige Neuigkeiten. Vienne kann ohne Stützräder Radfahren und ist natürlich mächtig stolz! 

In ein paar Wochen wird sie 4 Jahre alt und nach den Sommerferien geht es schon zur Schule.  

Ich liebe es Zeit mit Vienne zu verbringen, wenn sie mit ihre Welt erklärt und sich an den kleinsten Dingen erfreut. 

Die letzten Wochen flitzt sie mit ihrem Rad herum und es muss fast überall mit, damit sie die Heimwege mitradeln kann.


Leider kam es auch zu einem großen Sturz! Ihr Gesicht wurde ganz schön in mittleidenschaft gezogen, doch am nächsten Morgen war die erste Frage des Tages: " Mama, darf ich wieder fietsen?"

Meneer van Duin hat mit dickem Verpackungsmaterial einen "Airbag" auf's Fahrrad gezaubert und so wird munter weitergeradelt!

Ein tolles Mädchen unsere Vienne!

Samstag, 17. Juni 2017

Eine Party.....

.....fürs Zuckerl!

Wir warten alle auf das "Zuckerl"! So nenne ich das kleine süße Wesen in Bauch meiner jüngsten Schwester. Das Zuckerl ist eigentlich der Grund warum ich nach Wien flog letzte Woche.

Zeit mit meiner Süßen zu verbringen und an solchen Festen teilnehmen zu können ist herrlich. Es war eine wunderschöne, gut bedachte Party und meine Schwester wurde verwöhnt und sehr geherzt. Umhüllt von den Weinbergen in Grinzing auf einem schönen Fleckchen Erde mit der Aussicht auf Weinreben und die Aussichtswarte vom Kahlenberg.


Für mich war es schon zu sehen, was für wunderbare Freundinnen Annemarie hat und wie toll diese jungen Frauen sind. Manche Single, Verlobt, Frischverheiratet, Schwanger oder seit kurzem Mutter. 

Manche dieser jungen Frauen habe ich als Teenager im Arm gehalten und ihre Babies haben mich an diese Zeit erinnert. Einige dieser Frauen waren seit der frühen Kindheit in Freundschaft mit meiner Schwester verbunden.

Es war ein ganz warmes Gefühl in der Luft, welches nicht allein dem Wetter zuzuschreiben war, sondern der Herzlichkeit die diese Frauen ausstrahlten und auf einmal wusste ich was ich in den Niederlanden vermisse. Diese Art der Herzlichkeit, Wärme und Wohlwollen ist mir nur selten in dieser Intensität begegnet und wenn dann nur mit Freundinnen die Ausländerinnen sind wie ich. Natürlich gibt es ein paar Ausnahmen!

Immer wieder zog ich mich zurück um das Treiben von Weitem zu genießen. Es war so ein schönes Bild dem jungen Frauen zuzusehen, ihre Gespräche zu hören und sich an all dem zu erfreuen.


Meine Süße ist in so guter Gesellschaft, das zu wissen macht mich glücklich!

In wenigen Wochen wird das Zuckerl das Licht der Welt erblicken. Meine Kinder können es kaum erwarten. Was für ein schöner Augenblick das sein wird für die jungen Eltern ihr Kind im Arm zu halten, welches ein Teil von ihnen ist.

Doch jetzt heißt es noch ein wenige durchzuhalten, die letzten Beschwerden des Schwangerseins zu genießen und ganz besonders die letzten Nächte, obwohl schwer mit Babybauch gut durchzuschlafen.

Schlaf wird für die nächsten Jahre der reine Luxus sein!

Freitag, 16. Juni 2017

Die Alte Donau....

..... und ich!

Dieser alte Donauarm und ich kennen uns schon lange. Diese Bekanntschaft hat in meiner frühen Kindheit begonnen als meine Eltern zum Kaiserwasser schwimmen gingen.

Später hatten wir ein kleines Gartenhäuschen für einige Sommer gemietet und ich durfte soviel Schwimmen wie es mir gefiel, was meine Mutter oft beunruhigte, da ich eigentlich andauernd im Wasser war. Nie genug hatte und nur einen Wunsch, mit unserem gelben Schlauchboot alleine unterwegs zu sein.

Zu dieser Zeit ist auch eine Freundschaft zu einem ganz besonderen Jungen entstanden, die bis heute besteht. Wir sind zusammen geschwommen, geschnorchelt, Boot gefahren und wenn wir rasten mussten haben wir unentweg Karten gespielt, lange Spaziergänge gemacht und viel geredet.

Um mit dem Boot fahren zu dürfen mussten meine Eltern sicher sein, dass ich mehr als gut genug schwimmen kann und so war die Anforderung, dass ich einmal um das Gänsehäufel, eine Insel in der Alten Donau, schwimmen kann. Ich glaube ich war 10 Jahre alt. Gesagt getan, mit meinem Vater an meiner Seite bin ich geschwommen.

Ich kann mich so gut daran erinnern als wäre es gestern. Mehr als 30 Jahre sind vergangen. Mein Vater war mein Held und ich vertraute ihm blind. Ich wusste ganz tief in mir, dass mir nie etwas passieren wird, wenn er an meiner Seite ist.

Letzten Freitag hab ich mir nach einem langem Arbeitstag den Wunsch erfüllt an der Alten Donau zu schwimmen. Das Wasser war kalt und weich. Es war herrlich und obwohl an manchen Stellen die Wasserpflanzen meinen Körper kitzelten und mich wie eh und je beunruhigten, ein wenig in Panik versetzen wenn ich ganz ehrlich bin war es ganz toll.

Erinnerungen kamen hoch und ich wollte gar nicht aufhören. Von der Rehlacke bis zum Gänsehäufel bin ich geschwommen und war im 7ten Himmel. Meine Schwester und Freundin haben am Ufer auf mich gewartet. 2 mal bin ich die Strecke geschwommen und habe in Erinnerungen gebadet.

Danach war ich wach, frisch und wieder voller Energie.


Das Leben ist so schon. Jeden Augenblick genießen und sich an dem Freuen was man hat.

Donnerstag, 15. Juni 2017

Und ich düse, düse, düse....

.... im Sauseschritt!

An dieses Lied aus den 80zigern musste ich denken, als ich Eilensschrittes von einen Termin zum anderen hetzte. Somit hatte ich oft die ausgeborgten Laufschuhe meiner Schwester an und die eleganten Sandalen in meiner Handtasche. 4 Tage Wien waren schnell vorbei und jetzt zählt die Erinnerung an Schönes, Produktives und Einzigartiges.

Es ist wie immer, betreten meine Füße Wienerboden, ist das Verlangen nach Schlaf so gering, dass ich mit 4-5 Stunden genug habe. Morgens sobald die Sonne ihre ersten Strahlen zeigt wach werde und etwas unternehmen möchte. So war es diesmal nicht anders!

Geschlafen wie im Koma, wach als gäbe es kein Morgen!

Jeden Tag ein anderes Programm, total ausgefüllt und noch immer zu wenig.
Jetzt wieder zurück in den Niederlanden vermisse ich es und genieße die Bilder der Erinnerungen.
Das Leben ist so unheimlich schön. Mit allen Ups and Downs einzigartig-herrlich und lebenswert.
Donnerstag, Freitag und Samstag bis zum frühen Nachmittag habe ich gearbeitet. Meine Firma WHAT A MiSS soll in meiner Heimat wieder ein Begriff werden. Besonders die MiSS Sackerl liegen mir am Herzen. Mehr dazu in einem anderen Blog.

Jeden Abend hatte ich ein herrliches Programm und schöpfte von neuem Kraft. Donnerstag Abend Schwanensee, Freitag, schwimmen an der Alten Donau und der Besuch  bei einem Stadtheurigen dem Brezel G'wölb. Samstag,  Der Bettelstudent in der Volksoper und danach noch Freunde sehen. Sonntag ging es dann mit der letzten Maschine zurück zu meiner Familie, die laut all den Fotos und Berichten es auch sehr Ereignisreich hatten ohne mich.

Ich hatte ganz besondere Augenblicke mit meinen Schwestern manche davon sind mir tief ins Herz gedrungen. Es ist eine besondere Liebe die uns verbindet. Nicht immer sichtbar, aber doch immer da.

So ein Aufenthalt in Wien wäre nie möglich ohne die Unterstützung meines Meneer van Duin's, der mir diesen Freiraum schafft und von Zuhause arbeitet, die Kinder ausgezeichnet versorgt und mir so die innere Ruhe gibt die gut ist um einen freien Kopf zu haben. Thank you Darling, for taking care.😘


Wien ist immer einzigartig und bald kehre ich zurück!

Freitag, 9. Juni 2017

Wien, Ballett......

.....Staatsoper!

Euphorisch, bin ich noch immer! Hab' nur ein paar Stunden geschlafen und mein erster Gedanke nachdem ich die Augen öffnete war "Schwanensee, herrlich!"

Gestern Abend hatte ich das Glück auf Stehplatz, in der Wiener Staatsoper, Tschaikowskys Schwanensee zu sehen in einer Inszenierung und Choreographie von Rudolf Nurejew. Mit einer lieben Freundin, die sich Stundenlang an der Stehplatzkassa für uns angestellt hat. Bedankt Margriet.


Mich verbindet mit diesem Ballett wunderschöne Erinnerungen, ist es doch das einzige Ballett das ich auf der Bühne getanzt habe. 

Das Wiener Philharmoniker Orchester hat die ersten Töne gespielt und mein Herz begann vor Freude schneller zu schlagen. Es war so aufregend und ich glitt immer wieder in Erinnerungen ab.

An meine Zeit als Tänzerin. An all die Geschichten die ich von meinem ersten Ballettlehrer kannte über seinen Freund und Kollegen Nurejew. Meine spät begonnene Ballettausbildung, die mir viele Jahre ALLES bedeutete. Konnte ich nicht tanzen, dachte ich ich kann nicht leben. All die vielen Proben, Diäten, Blasen, Piouretten, zertantzen Schuhe und vor allem diese einzigartigen Musikstücke, die einen verzaubern und in eine andere Welt tragen.

Heute ist tanzen leider kein Bestandteil mehr meines Lebens und an manchen Tagen kommt diese Sehnsucht wieder. Dann, drehe ich in meinem Wohnzimmer ein paar Piouretten, ganz alleine und freue mich daran, dass ich so manches nie verlernen werde!

Das Wiener Staatsballetten Ensemble war so einzigartig gut! 3 Stunden stehen, hat sich total ausgezahlt. Ein Genuss für Aug und Ohr!


Herrlich, herrlich herrlich!


Samstag, 20. Mai 2017

REPUBLIC MOTO....

.... mehr als einen Besuch wert!

Selten begleite ich Meneer van Duin in die Welt der schweren Zweiräder. Es ist nicht meine Welt, doch vor wenigen Wochen bin ich ganz angenehm und behutsam eingetaucht. Es war so angenehm, dass ich oft zurückkehren möchte.

Zum Beginn der World Superbike der Niederlande welches Ende April,  in Assen, stattfand gab es eine Warming-Up-Party im REPUBLIC MOTO. Als Gast war PJ Jacobsen eingeladen, der in diesem Jahr eine  MV Agusta F3 675 im Supersport World  Championship fährt. Das Highlight des Abends für den Motersportbegeisterten, mein Höhepunkt war ein ganz anderer!


So eine besonders elegante Symbiose von Motorrad, Einkauf und Essen hab ich noch nie wahrgenommen. Für mich sind Motorrad, Motorrad-Zubehör Geschäfte immer sehr von einem unangenehmen Geruch geprägt. Selten riecht einer der Verkäufer nach einem gutem Aftershave, sondern der Geruch von Leder, Öl und nicht zu selten nach Schweiß, liegt in der Luft. Außerdem hängt viel zu viel auf den Kleiderstangen und das gustieren wird dadurch erschwert. 


Was mir beim Betreten von REPUBLIC MOTO sofort aufgefallen ist, das es nichts davon gab, nichts von dem was ich erwartet hatte! Im Gegenteil, zuerst sah ich gar nicht, dass es ein Motorrad-Accessoires Geschäft war. Sondern der Eingang brachte mich ins Haus-Eigene-Restaurant dem Grand Café und es roch nicht nach Essen, sondern angenehm neutral. Nach einem gut ausgewählten Interieur an Stühlen und Tischen, sowie stilvollen Dekorationsobjekten folgte eine lange ausgestreckte Bar die auch die Barriere zum eigentlichen Geschäftslokal ausmacht.


Ein geöffnetes Schmiedeeisentor lud mich ein weiter zu gehen und ich hatte mich sofort in den Stil des Geschäftes verliebt. Ja, dachte ich mir, hier will auch ich einkaufen, auch weht mir ganz selten die Luft um die Nase auf dem Rücken eines Motorrades! 


Diese Handschuhe hatten es mit angetan,


diese Jacke, die ganz chique zu meinen Jeans und Handtasche passt


und diese Kaputzenweste die leger zu tragen ist.


Ich war so fasziniert und glücklich zugleich!

Bin immer wieder durchs Geschäft flaniert und hab mich gefreut.

Das es ein besonderer Abend für alle Motorsportbegeisterten war, war mir völlig wurscht, ich war glücklich so viele schöne und stilvolle Objekte zu sehen und in eine Welt einzutauchen, die ich so noch nie gesehen hatte.

Später genossen wir noch die Küche des Grand Cafés und obwohl es eine kurz und bündige Menüauswahl gibt, ist das Essen vollzüglich! Die Spargelcremesuppe die ich hatte war "delicious to the tast" und der Hamburger mit Pommes frites war ein reiner Gaumenschmaus und das für einen Burger. Die Bedienung hatte immer ein strahlendes Lächeln im Gesicht und der Koch hat uns nach dem Essen persönlich gefragt, ob alles zu unserer Zufriedenheit war und ein kleines Plauscherl gehalten


Ein gelungener Abend, den ich bald wiederholen möchte, mit einem kleinen Budget in der Tasche, um das eine oder andere gute Stück "Mein" werden zu lassen.

Falls ihr Lust bekommen habt und mal vorbei schauen und genießen wollt, hier verrate ich Euch die Adresse:

REPUBLIC MOTO Goudesingle 340A in Rotterdam


Montag, 1. Mai 2017

Boldog születèsnapot

.... Anyukám!

Wie könnte ich  Deinen Geburtstag vergessen liebe Anyukám, ist es doch ein Feiertag!

Die Blasmusik spielt auf der Wiener Ringstraße und die Fahnen wehen in rot-weiss-rot. Darum hast Du nie viel gegeben, sondern es waren die kleinen Dinge, die Dir wichtig waren. Ein bisschen verwöhnen hier und ein bisschen lieb sein da und Du warst glücklich.

Zum Geburstags-Brunch gab es meistens Schinken-Käse-Toast mit Essiggurkerl darin. Knoblauch hast Du dann noch auf den fertigen Toast gerieben, eine Familientradition, die bis heute weiter geführt wird. Alle Deine Kinder machen es so, wie so vieles anderes.

Du warst und bist mir ein Vorbild und manchmal wünsche ich mir noch einen einzigen Tag mit Dir.

Szeretlek Anyukám

Dienstag, 25. April 2017

Ein erster Flug oder,......

.......Düsseldorf ohne Schuhe erkunden!

Was für ein Tag!

Isaac ist zum ersten Mal alleine geflogen und da die Flugtickets recht hoch gepreist waren hier in den Niederlanden, weil Ferien sind, ist er Düsseldorf -Wien geflogen. 

Natürlich war er aufgeregt, doch ich glaube ich war noch mehr aufgeregt, ob doch alles gut geht. Er gut durch die Sicherheitskontrolle kommt und das richtige Gate findet etc.!

Mein Sohn, der weiß wie mein Herz schlägt hat uns dann beruhigend angerufen, dass er beim richtigen Gate sitzt und wartet bis das Bording beginnt.

Unser kleines Düsseldorf-Abenteuer konnte beginnen. Mit Meneer van Duin und den zwei Jüngsten der Familie schlenderten wir durch das Zentrum und kauften bei dm ein. Das ist natürlich nichts besonderes, nein nicht wenn man in Österreich, oder Deutschland wohnt, aber für mich ist es zu einem Highlight geworden. Bekannte Produkte, zu einem kleinen Preis, ein wahres Paradies. Gutes festes Brot durfte auch nicht fehlen und wir sind Essen gegangen, typisch deutsch. Speisen die ich kenne und manchmal auch vermisse. Meneer van Duin hat mich auf Leberkäse mit Spiegelei und Rösterdäpfel aufmerksam gemacht und das war so weich, dass sogar ich es essen konnte.


Oh, wie haben wir es genossen und die Kinder mit uns. 

Vienne hatte sich schon im "Wirtshaus" einen Schuh ausgezogen, da ihre Fersen schmerzten und sich geweigert diese zum Gehen wieder anzuziehen. Gutes Reden nützt gar nichts, wenn sich unsere Kinder einmal etwas in den Kopf gesetzt haben, dann ist das so. Meneer van Duin hat sie einige Zeit getragen, was auch nicht so leicht ist. Bei einer Kreuzung setzte er sie kurz ab und als es grün wurde lief sie mit ihren langen Socken über den Zebrastreifen und von tragen war keine Rede mehr.


Passanten schauten sie immer verwundert an und tuschelten, doch Vienne hatte eine wunderbare Schuh-freie-Zeit! 


Wie einfach-schön das Leben doch sein kann!

Montag, 24. April 2017

Ein Lied.....

...... und Erinnerungen werden wach!

Lieder sind für mich eine Glückseligkeit! Sie begleiten mich tagtäglich seitdem ich denken kann. Meine Mutter hat schon geträllert und ich liebte ihre Stimme und ihr strahlen. Am Morgen lief immer der Radio und obwohl es nicht mein Musikgeschmack war, konnte auch ich die Schlager und volkstümliche Musik, sowie ungarische und serbische Lieder mitsingen. So sangen und lächelten wir gemeinsam.

Vor einigen Wochen, die zwei Jüngsten waren krank und ich immer wieder Nachts an dem einem oder anderem Bett. Mit Musik im Ohr sitzt es sich besser und mein YouTube Verlauf erweitert sich.

Bei einem Lied, dass ich so mal anklickte kamen mir plötzlich die Tränen. Zuerst war ich ganz verwundert und fand gefallen an den Stimmen und besonders an dem Gefühl, dass durch den Bildschirm meines Handy's zu mir durchdrang. Immer und immer wieder klickte ich auf Play. 

Es war der Refrain, der mich an die letzten Worte meiner Mutter erinnerte. Unser letztes Telefongespräch vor ihrem plötzlichem Tod. "Mein Schatz, wenn man einmal wirklich liebt im Leben, dann liebt man für immer!" Kurz danach war sie tot. Sie ist nicht an gebrochenem Herzen gestorben, sondern an einem Gehirnschlag. Ihr Herz war schon lange gebrochen und trotzdem war es voll Liebe, oder vielleicht gerade deswegen.

Dieses Lied begleitet mich jetzt. Ich höre es wann auch immer und denke an meine Anyukám!

Was für eine tolle Frau sie doch war! Mit wunderbaren, erstrebenswerten Eigenschaften und Talenten, Ihre Schönheit hat mich schon als Kind verzaubert. Diese seidige geschmeidige Haut, das bezaubernde Lächeln, ihr Duft und ihre Stimme, die ich wie so vieles andere vermisse.

Einmal werden wir wieder gemeinsam singen und lachen, bis uns die Bäuche wehtun. 

Anyukám nagyon szeretlek!


Donnerstag, 6. April 2017

Tomorrow is.....

always fresh!

Im Dunkeln der Nacht habe ich mich ohne Mundschutz aus dem Haus getraut! Bin mit meiner 4-beinigen Partnerin durch den späten Abend gestapft und habe im Mondlicht eine paar Schritte zu Michael Bublé getanzt.

Heute Nachmittag  ist mir, in einer kleinen Ewigkeit von 20 Minuten, meine Prothese entfernt worden. Ein Moment des Nackt-seins überkommt mich immer, wenn die Prothese entnommen wird. Ich versinke für einen Augenblick, schließe meine Augen um durch dieses Gefühl hindurchzutauchen. Das Gefühl ist unbeschreiblich, für mich fast eine andere Art der Demütigung. Ich kann dem Gefühl nicht entrinnen, mit gerader Haltung wünsche ich mir unsichtbar zu sein.

Morgen wird an meinem Kiefer weitergearbeitet! 

An der im September stattgefunden Knochentransplantation wird weitergearbeitet, was etwas Positives ist, doch mit dem Wissen des Schmerzes der mich erwartet ist es kein Spaziergang.

Leider hat sich bei der letzten Kontrolle gezeigt, dass sie der linke Oberkieferknochen wieder entzündet hat und soweit Möglich abgeschabt werden muss. Nur noch einmal ist das Möglich. Bringt es keinen Erfolg, werde ich auch da eine Knochentransplantation brauchen müssen. Ein gestückeltes Kiefer, was für eine Vorstellung!

Somit wird in einer Operation an zwei verschiedenen Stellen geschnitten, gefeilt und gehobelt mit 3 Spezialisten, die auf Erfolg aus sind. Was für ein Glück!

Meneer van Duin weicht nicht von meiner Seite bis ich in diesen leichten Schlaf aus dem man mich wenn nötig wecken kann. Ich hoffe, auf einen schönen Traum, der alles andere nicht Wirklichkeit scheinen lässt!

In den letzten 7 Wochen habe ich mich mit meiner Leidenschaft des Laufens auf diesen Eingriff vorbereitet. Ich hoffe dadurch stärker zu sein nicht nur körperlich, sondern auch geistig. Ich bin 4-6 mal pro Woche gelaufen, nur die letzen 2 Tage nicht mehr. Ich habe mich schwach gefühlt und hatte mit all den Vorbereitungen, die man so als Mutter hat, viel zu viel zu tun. 

Tomorrow is always fresh!

Donnerstag, 23. Februar 2017

Sommertante?......

......ich bin bereit!

Ich werde Tante, zum 4ten mal und das im Sommer 2017! Herrlich!

Meine Schwester Veronika hat mich mit ihren tollen Jungs Eric, Jeremy und Logan zur 3fachen Tante gemacht und jetzt ist meine Süße dran und über dieses "Zuckerl" in ihrem Bauch freue ich mich ganz besonders.

Dem tanzenden Babybauch kann ich im Moment nur per Filmchen bestaunen und immer wieder abspielen. Die Kinder beten seit Monaten: "bitte segne das Baby in Annemaries Bauch!" und ich sehe die süßesten Sachen um mich hin.

So auch gestern diesen herrlichen Kinderwagen aus den 60ziger Jahren, um diesen erstaunlichen Preis, in einem Kringloopwinkel (Secondhand-Laden) in der Stadt.


Leider trennen uns mehr als 1000 km und mit 5 Kindern im Auto hat kein Kinderwagen platz, obwohl wir immer versuchen spärlich zu packen!

Erinnerungen werden wach aus der Zeit als unsere Mutter mit meiner jüngsten Schwester schwanger war und ich als fast 16 Jährige alles ganz genau beobachtet und miterlebt habe. Unsere Mutter war eine Schönheit mit ihrem Schwangerschaftsbauch und jetzt wird unser Nesthäkchen selbst Mutter. 

Ich freue mich sehr auf dieses "Zuckerl", das Anfangsschwierigkeiten an unheimlicher Übelkeit und Erschöpfung ausgelöst, aber sich immer "pudelwohl" gefühlt hat.

Liebes kleines Zuckerl,

ich kann es kaum erwarten, dich zu Gesicht zu bekommen, dich zu herzen und zu lieben!

Deine Tante A.-Alexandra

Montag, 13. Februar 2017

Lauf,.....

......wie habe ich Dich vermisst!

Gestern, hab ich mir vorgenommen meinen Träumen der letzten Wochen zu folgen. Ich laufe in meinen Träumen und fühle mich herrlich, frei und so leicht. 

Also warum nicht, vor ein bisserl mehr als einer Woche habe ich zum ersten Mal getanzt nach meiner Knochentransplantation und heute Abend war ich das erste Mal Laufen.

Natürlich mit meiner liebsten Partnerin Cyra!

Ja, ich hatte meine Bedenken. Immer wieder habe ich heute während des Tages darüber nachgedacht, ob ich es wirklich wagen soll. Ob ich vielleicht Schmerzen bekomme, vielleicht falle, oder es ganz einfach nicht mehr kann, keine Kondition habe. Die Kälte hat mir auch einige Gedanken geraubt. Kälte schmerzt mein Gesicht.

Das letzte Mal bin ich in der Nacht vor meiner Knochentransplantation gelaufen im September 2016.

Er war herrlich-anstrengend!

Ich bin nicht sehr chic ausgestattet, außer meine Schuhe, die mir Meneer van Duin geschenkt hat fühlen sich noch immer gut an. Wahrscheinlich hab ich mehr wie ein kleines Nilpferd mit Brille ausgeschaut mit meinem grauen gefütterten Jogginganzug der aus den 80zigern sein könnte.

Eingerostet bin ich, meine Schultern ein wenig hochgezogen, meine Schritte vorsichtig und langsam. 3 Kilometer war mein Ziel heute. Sehr wenig im Gegensatz zu früher, doch genau Richtig für einen Neubeginn!

Jetzt ein paar Stunden später und nach einem Bad kann ich nicht über Schmerzen im Gesicht klagen. 

Toll finde ich das! Morgen wieder? Ja, wenn möglich morgen wieder!

Dienstag, 10. Januar 2017

4 Rehe am....

.....Zentralfriedhof!

Das war ein ganz besonderer Freitag, der letzte im Jahr 2016.

Schon früh morgens haben meine jüngste Schwester und ich uns hinaus getraut in die klirrende Kälte um unserer Mutter einen Besuch abzustatten. Die empfängt immer! Doch muss der Portier das große schwere Haupttor des Zentralfriedhofs öffnen, nur dann ist der Besuch möglich.

Es war so kalt, das meine Oberschenkel weh taten, obwohl ich gut eingepackt war. Schnellen Schrittes gingen wir zielstrebig in die richtige Richtung und hatten uns viel zu erzählen. Sonst schlendern wir eher und schauen uns die Gräber an. Reden über die Namen, Jahreszahlen und was uns sonst noch so einfällt, diesmal nicht.

Durch meinen Atem war mein Mundschutz ganz nass und kalt geworden zum Glück habe ich immer einige in meiner Tasche und konnte somit diese unangenehme Situation schnell verlassen.

So früh ist es ganz ruhig und still am Friedhof. Kein einziger Mensch war zu sehen. Zum Glück haben wir noch 3 Nelken am Tor kaufen können und so standen wir am Grab.


Es war zu kalt um eines ihrer Lieblingslieder zu singen und so sang ich in meinen Gedanken und dachte mir als ich bei der 3. Strophe angelangt bin, ob das nicht zu komisch ist. Im Gedanken zu singen, doch ich sang weiter und mein Blick schweifte nach links vom Grabstein ab und was sah ich: "ein Reh!"

Das Reh sah mir in die Augen und ich hatte auf einmal das Gefühl als würde dieser Blick tief in meinem Inneren verschwinden.

Als ich meine Hand nach meiner Schwester ausstreckte die, wie ich dann sah, auch auf das Reh blickte, wendete sich das Reh mit dem tiefen Blick  ab und rannte zu 3 wartenden Kameraden.

3 der 4 Rehe
Wie schön! So etwas besonderes! Noch nie erlebt!

Natürlich hat es gedauert bis ich das Handy aus der Tasche geholt hatte um noch ein Foto zu machen. Viel zu weit weg, hab ich doch noch eines ergattert.

Denke so gerne an diesen Freitag morgen in Wien zurück. Den letzten im Jahr 2016!

Sonntag, 1. Januar 2017

Neujahr......

 
..... im Musikvereinssaal!

Anders geht es doch gar nicht! Ohne dem Neujahrskonzert das Jahr 2017 zu beginnen nicht auszudenken!

Noch dazu hab ich mir einen Genuss aus Wien mitgebracht. Meine Tochter hat mich beschenkt mit dieser herrlichen Kalorienbombe die Punschkrapfen heißt. Ein wahrer Liebling die Tochter und der Krapfen.

Nach den herrlichen Tagen in Wien, über die ich noch schreiben werde sind wir wieder zurück in den Niederlanden und holen uns Wien durch den Fernseher ins Wohnzimmer.

Leckeres Brot, Käsewurst, Emmentaler Käse und Kremsersenf werden ein paar Tage noch an das Vermisste erinnern und meinen Bauch füllen. Herrlich!

Und nicht zu vergessen meine Sonnentor Tee&Gewürzekollektion! 

Diesmal habe ich beschlossen, dass ich nie wieder so lange von Wien getrennt sein möchte. Eineinhalb Jahre war viel zu lang und mein Heimweh ist nicht mehr zu kontrollieren und ich bekomme nicht genug. Möchte die Nächte so kurz wie nur möglich halten, kann nicht schlafen, weil ich das Gefühl habe nicht genug Zeit zu haben und meine Tage immer zu kurz sind.

Auf ein schönes und erfolgreiches 2017