Posts mit dem Label Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wien werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Montag, 16. November 2020

Meine Vorräte schwinden...

... meine Sehnsucht wächst!

Meine kleinen Vorräte vom letzten Wiener-Sommer-Blitz-Besuch sind fast aufgebraucht. 

1x Kremsersenf, ein paar Lieblingszuckerln und Kräutersalz ist noch da und die Kinder sind sehr sparsam mit ihrem Lieblings-Bienenhonig-Grießkoch. Auch die meisten Tee's und Gewürze von Sonnentor sind aufgebraucht.

Niemand kommt zu Besuch und ich kann auch nicht in meine Heimat denn, es gibt einen unsichtbaren Spielverderber und dieser trägt ein Krönchen. Alle Geburtstagsbesuche die für heuer geplant waren, sind ins Wasser gefallen, oder baden gegangen. Obwohl ich Wasser liebe, und auf meinen Pool im Garten noch warte, hätte ich auf dieses Baden gehen verzichten können.

Mein erster Sohn, wird in wenigen Wochen 18 Jahre alt und das Ticket kann ich mit in die Haare schmieren, weil ich in Österreich und in den Niederlanden in Quarantäne müsste. 

Liebes Corona, würdest Du bitte nicht so anhänglich sein! Dankeschön.

Denn wenn Du uns ein bisschen Luft geben würdest, dann würde ich folgendes gerne tun. 

Den ganzen Tag mit meinen beiden Wienerkindern unterwegs sein. Mindestens ein Museum besuchen und lange bleiben. Ein Friedhofsbesuch, sollte sich auch ausgehen und auf den Wiener-Hügeln würde ich auch gerne durchs Laub stapfen. 

Dazwischen eine Käse-Leberkäse-Semmel genießen, mir ein paar Firnzuckerl und Wiener Zuckerl holen, die mit Himbeere sind ja soooo gut. 

Mit meinen Schwestern ins Musical gehen und Wienerlied er mit meinem Vater singen. 

Und noch ganz, ganz viele Freunde sehen, bis spät in die Nacht reden und lachen. 

Und darf ich noch eine Bestellung abgeben?

Also bitte, einmal eine Leberknödelsuppe und danach ein Blunzengröstl mit grünem Salat plus ein Null Komma Josef. Zum Nachtisch bitte Buchteln mit Vanillesauce.

Und nicht zu vergessen, es gibt zwei ganz entzückende kleine Schwester-Kinder für die ich die Telefon-Tante bin. Per Videocall wird für mich gekocht, gesungen und viel erzählt. Doch leider nicht gedrückt und gekuschelt. 

Na, wann wäre dass wieder möglich? 

Zum Glück gibt es Telefon, Internet und Briefeschreiben, doch nichts ist so herrlich als Kinder im Arm zu halten, auch wenn sie schon größer als man selber ist und Zeit verbringen. 

Wien, Wien nur Du allein....

Freitag, 11. September 2020

Fortsetzung - Es geht mir ...

... noch immer G U T !

Das Leben ist so schön! 

Jeden Moment genießen, jeden Moment!

Mein Sohn und ich am Abend vor seiner Heimreise nach Wien! Meine Kieferoperation ist erst ein paar Tage her gewesen. Keine Schwellung zu sehen, keine blaue Flecken und ich kann lächeln. Natürlich hatte ich schmerzen und manchmal war es nicht auszuhalten, aber nicht für lange. Ich fühlte mich viel besser als jemals zuvor nach einer Kieferoperation. Woran kann das wohl liegen?

Am letzten Donnerstagabend im August, war es soweit. Ich hatte mich die Woche zuvor innerlich mit einer Leberreinigung und Ruhe auf den ganzen Prozess vorbereitet und fühlte mich gut. Es war eine herrliche Erfahrung und ganz anders.

Den Luxus einen Termin am Abend zu bekommen hatte ich noch nicht, normalerweise, wird einem der Termin gegeben und der Patient richtet sich danach. Den Tag zuvor bin ich schon ein wenig nervös geworden und die Nacht war recht kurz. Meistens treiben mich meine Schmerzen schon recht früh aus dem Bett und dann arbeite ich in meinem Atelier an Aufträgen, Liegengebliebenen und Neuem, bis es Zeit ist die Kinder zu wecken und den ganz normalen Alltag zu beginnen.

Am Tag der Operation, war ich nicht mehr sehr ruhig, dass heißt von außen schon, aber innerlich wurdelte es gewaltig. Zum Glück war mein älterster Sohn da und wir hatten einen herrlichen Tag zusammen.

Am frühen Abend machten Meneer van Duin und ich uns auf den Weg. Eine kurze Fahrt und schon waren wir da. Wurden erwartet und alles nahm seinen Lauf.

Der Eingriff wurde nochmals ins Detail besprochen und nachdem man mich 2x bat Platz zu nehmen stand ich noch immer. "Möchten sie ihren Mann dabei haben?" fragte eine lächelnde Assistentin. Ich dachte ich höre nicht recht. Meneer van Duin antwortete für mich, weil ich kein Wort heraus brachte. Meine Gedanken schwirrten und Erinnerungen kamen hoch, das ich so oft im Krankenhaus nachgefragt habe, ob mein Mann nicht bleiben darf, doch natürlich ist das in einem Krankenhaus nicht möglich. Meneer van Duin, hatte aber keine Ahnung und sagte, "Ich glaube, das wäre ihr nicht recht." Und schon war ich wieder da und sagte, "Doch, doch, dass möchte ich!" Somit wurde er auf seinen Platz verwiesen in der Ecke des Raumes auf einen Stuhl und es wurde ihm Kaffee serviert, unbeschreiblich. Der Duft vom Kaffee hing im Raum und war irgendwie angenehm. Gesehen habe ich ihn nicht, doch allein das Wissen, dass er in meiner Nähe ist, war genug.

"Was für einen Musik dürfen wir spielen?" Meneer van Duin, rief aus seiner Ecke mit einem Lächeln "Heavy Metal!" Nein, nein dachte ich mir, das halt ich nicht aus! "Da ich die Patientin bin, entscheide ich!" Bitte Anna Netrebko." Von einer der Assistentinnen kam ein, "Wer!" "Anna Netrebko, bitte" Nachdem ich den Namen buchstabierte war auf Spotify einiges gefunden. Ich entschied mich für das Album Souvenirs. Meneer van Duin hat es mir noch zu Wienerzeiten als Geschenk gemacht. Wann immer ich in Wien bin und die Möglichkeit habe Anna zu hören, bin ich hin und weg. Mit diesem Album verbindet mich der Beginn einer Liebe, Wien und meine Liebe zur Musik. Während dem Eingriff, bin ich im Gedanken in mein Servitenviertel spaziert, über die Wipplingerstraße auf den Hohenmarkt, die Rotenturmstraße hinauf zum Stephansplatz, danach über den Graben geschlendert, am Kohlmarkt abgebogen zum Michaelerplatz, durch die Hofburg und vom Heldenplatz nach rechts abgebogen in den Volksgarten zu meinem Lieblingsplatz dem Kaiser Elisabeth Denkmal. Die Gedanken sind frei und somit nahm ich das Tor am nächstem zum Burgtheater, wanderte durch den Rathausplatz, dachte an all die Musik die im Sommer durch die Nacht dringt, den Geruch der kulinarischen Küche und im Winter an den Christkindlmarkt und natürlich nicht zu vergessen mein geliebtes Eislaufen am Eislauftraum. schnellen Schrittes über die Reichsratsstraße an der Universität vorbei, wo ich stundenlang Zeit in der Bibliothek verbrachte, ging es zur Votivkirche, die Währingerstraße überqueren, in die Hörlgasse, ein bisserl Wasagasse und schon war ich in meiner geliebten Türkenstraße. Durch die Musik war ich auch immer wieder in der Staatsoper und am Franziskanerplatz. So machte ich meine Runden, langsam und ohne zu laufen.

Meine größte Angst bei all den Operationen war für mich, dass mein Gesicht zugedeckt wird. Über meine Augen werden Tücher gelegt und manchmal wurde auch ein kleiner Sack, gefüllt mit etwas schwerem, daraufgelegt. Über mein Oberkörper wurde ein Gurt gelegt, der nicht fest angezogen war, doch umfasste er meine Arme und meine Bewegungsfreiheit war eingeschränkt, was mich immer sehr nervös machte. Manchmal wurde mein Mund durch eine Spange, oder Klammer offen gehalten, manchmal nicht. Das war immer anders und immer ein sehr unangenehmes Gefühl. Es machte mich innerlich rasend und war kaum auszuhalten. Solche Operationen dauern nun mal länger. 

Auch spürt man keine Schmerzen, alles andere bekommt man mit. Das Blut das einem den Rachen hinunter läuft, wenn nicht gut abgesaugt wird. Der Schnitt der gemacht wird. Die Klammern, manchmal das Kratzen am Knochen, die anderen Maschinen die eingesetzt werden. Der Kopf wackelt ein wenig bis er festgehalten wird, denn irgendwie reicht die eigene Kraft nicht aus. Das Allerschlimmste ist nicht die Zeit, denn im Gedanken bin ich immer wo anders und versuche es mir so angenehm wie möglich zu machen, sondern die ersten paar Spritzen. Die Erste ist die pure Hölle, die Zweite bringt Tränen, bei der Dritten bin ich bereit zu Laufen und bei den Folgenden gebe ich meistens auf. Lange dicke Nadeln und die tun weh, egal wie oft, immer wieder auf's Neue. Und auch wenn ich davor die Toilette aufgesucht hatte, ich hatte immer das Gefühl, "Ich mach mich gleich an! " Doch wie gut, auch das geht vorbei. 

Diesmal war alles anders. Es gab keine Tränen, keine dicken langen Nadeln, keine grünen Tücher, keinen Gurt, keine Spange die meinen Mund offen hält. Nichts der Gleichen, was mich innerlich in Panik versetzt. Die Betäubung meines Kiefers war unangenehm, aber nicht schmerzhaft und ich war verwundert. Ich spürte sofort wie sich mein Körper und mein Geist entspannte. Das Gefühl, alles ist gut kam über mich und so war es auch. 

Die Musik füllte mich und brachte mich im Gedanken in meine Heimatstadt. Das Wissen, dass Meneer van Duin hier war, war beruhigend und die Art und Weise wie an mir gearbeitet wurde ließ mich entspannen, denn ich hatte keine Angst.  Was mich beeindruckte war, dass er auf meine Narben am Vorderkiefer acht gab. Immer wieder machte er auch seinen  "Schüler" einen Arzt in Ausbildung darauf aufmerksam. 

Ich wurde immer wieder gefragt, ob es mir gut geht, ob eine Pause gemacht werden sollte, ob  ich gut liege.....

Es ging mir gut, sehr gut!

Nachdem alles vorbei war, haben wir noch einige Instruktionen bekommen habe. Besonders eine war Wichtig, dass ich mich schonen soll und 3 Tage nichts tun. Was für ein Geschenk. Mir wurde ein Coolpack auf die Wange gelegt und mit nach Hause gegeben. Ich solle das Coolpack auf alle Fälle heute und wenn nötig morgen auflegen. Das tat ich auch und war diesmal nicht angeschwollen und blau und grün, wurde ich auch nicht. 

Natürlich hatte ich jede Menge Schmerztabletten und die Schmerzen blieben auch nicht aus, doch kein Vergleich zu anderen Operationen. Ich erholte mich viel schneller, als jemals zuvor. Keine Alpträume oder Sonstiges. Ganz einfach viel Ruhe, lesen, mit meinen Kindern Film schauen im Bett und immer wieder schlafen, war die beste Medizin. 

Meine Familie war herrlich, hat mir Zeit und Ruhe gegönnt. Blumen wurden abgegeben, Zeitschriften gebracht und Karten geschickt. Eine ganz besondere Freundin war immer bereit bei mir zu sein , oder die Kinder zu holen, wenn Menner van Duin es nicht schaffte. Dankeschön. Schmerzen die natürlich vorhanden waren sind auch wieder vergangen und tief drinnen hab ich die ganze Zeit gelächelt und war dankbar. 

Ich bin dankbar, dass es so gut gegangen ist. Dankbar, dass ich diese Erfahrung machen konnte. Ich freue mich so sehr, dass ich auf diese kleine sanfte Stimme gehört habe und alles ins Rollen kam. 

Das Leben ist schön, so schön!

Mittwoch, 20. Mai 2020

Heimweh...


... ist so eine Sache.

Heimweh, kommt immer ein wenig unerwartet, zumindest bei mir.

Gerne würde ich jetzt gerade auf einem Bankerl in meinem geliebten Servitenviertel sitzen und die Sonne genießen mit einer Topfengolatschen in der Hand und Buttermilch und dabei ein Buch lesen. Eine kleine Pause nehmen vom Alltag und dann in den Ersten Bezirk spazieren und ein paar Dinge erledigen.

Manche meinen sich nach seiner Heimat sehnen hat etwas mit Undankbarkeit zu tun - Darüber kann ich nur lachen. Man kann Dankbar sein und Heimweh haben. Heimweh nach gewissen Gerüchen, Speisen, Menschen, Straßen und Gasserln. Nach einer vertrauten Art des Miteinander seins und noch vieles mehr. Trotzdem ist man Dankbar für das hier und jetzt.

Ich bin reichlich gesegnet und dafür sehr dankbar.

In wenigen Tagen feiert meine Erstgeborene ihren 20zigsten Geburtstag. Kaum zu glauben! Gerne wäre ich bei ihr in Wien und hätte herrliche Tage mit ihr verbracht, sie geherzt und nicht losgelassen. Ihr Geburtstagsgeschenk, die kleine Katzendame Kiki macht unser Haus ein wenig unsicher.  Auch wenn es alle möglichen Formen der Kommunikation gibt und man sich täglich sehen kann ist ein persönliches zusammen sein, ganz eng und vertraut noch  immer die schönste Weise.

Dieses Covid_19 hat vieles durcheinander gebracht. Erstaunlich für so einen kleinen Virus, der so stark ist. Auch erstaunlich, dass wir an all' den Zahlen festhalten und interessiert sind. Wie viele sind gestorben oder im Krankenhaus. Bei keiner anderen Krankheit werden wir so am laufenden gehalten. Oder stehen wir still wie viele Frauen jetzt im Moment an Brustkrebs leiden oder heute gestorben sind? Nein, das ist zwar alles sehr traurig, aber nicht so durchdringend wie Covid_19 - im Moment.

Wenn mein Heimweh zu groß wird, dann gehe ich im Gedanken durch die kleinen Gasserln der Wiener Innenstadt. Mein Vater hat mir alle gezeigt und wir sind sie zusammen so oft gegangen. Oder über den Nasenweg am Leopoldsberg und dann die Aussicht genießen und weiter wandern. Diesen Weg bin ich schon als Kleinkind im Rucksack mitgewandert. In den  grünen Prater und weit hinter dem Lusthaus spazieren bis zur Fuchshöhle die es noch immer gibt. Ob dort noch immer ein Fuchs wohnt weiß ich, aber der Spaziergang ist herrlich schön und es richt im Frühling so wunderbar nach Bärlauch.

Und nicht zu vergessen, weil ja gerade Eiszeit ist, ein Eis vom Eis Greissler und da am liebsten bitte Mohn und Marille oder Butterkeks und Joghurt Kirsch.

Letzte Woche habe ich das Sommer in Wien von Petra Hartlieb ausgelesen. Ich hoffe es kommt bald ein Herbst in Wien. Dank meiner jüngsten Schwester besitze ich alle Bücher von Petra Hartlieb. Ich liebe ihren Schreibstil, der so leicht, amüsant und ehrlich ist. Gerne gehe ich in so manchen Wienerurlauben in ihre Buchhandlung auf der Währingerstraße und gleich bei mir (früher) ums Eck in der Porzellangasse kann man auch klein, aber fein in die Welt der Bücher eintauchen.

Der Gast, der sich Heimweh nennt, kommt und geht und manchmal bleibt er länger weg und manchmal nicht.

Auf ein baldiges Wiedersehen mein geliebtes Wien.



Freitag, 29. September 2017

Eine zauberhafte.....


.....Reisebleigleitung!

Happy Birthday wonderful Lady!

Ein Wunsch der vor einigen Jahren geäußert wurde ist in Erfüllung gegangen. Es waren ganz besondere 4 Tage und unsere Freundschaft hat sich vertieft. Das ist jetzt schon wieder einige Monate her. Die Erinnerungen sind noch frisch und schön. 

Ihr Lächeln ist bezaubernd. Ihr Erstaunen und ihre Begeisterung  ansteckend und ich mag es mit ihr zu sein. Ihr Inneres strahlt und ihre wunderschöne Haut ist beneidenswert. Der große Altersunterschied der uns trennt, ist ein Geschenk und absolut kein Hindernis. 

Obwohl ich viel gearbeitet habe und an manchen Tagen nur abends Zeit hatte, hatten wir es herrlich! Manchmal war ich so spät zurück, dass wir einander nur schlafend sahen. Am frühen morgen war ich schon wieder unterwegs und sie hatte kostbare Zeit für such allein, was selten der Fall ist, da sie immer ausgebucht ist und viel arbeitet.

Alles ist Möglich in einer guten Freundschaft und so war vieles im Vorfeld ausgemacht, einiges hat sich später ergeben und am Ende waren wir mehr als glücklich diese Wientage in unseren Erinnerungen einzuordnen.

Ein besonderer Highlight war ganz bestimmt das Ballett Schwanensee in der Staatsoper. Darüber habe ich in einem früheren Post geschrieben. Danach gab es ein Wienerhighlight bei dem Wurstelstand hinter der Oper eine Bratwurst mit Senf! Für mich gab es eine Leberkassemmel die mehr Zeit des Vernaschens in Anspruch genommen hat als geplant.  


Meine bsondere Reisebegleitung meinen Wiener-Freunden vorzustellen hat jedesmal so gut gepasst. Wie gut sie sich mit allen verstanden hat und wie wohl sie sich fühlte. Echt zauberhaft-schön zu sehen!

Vielleicht habe wir irgendwann wieder einmal die Gelegenheit zusammen auf diese intensive Art und Weise Zeit zu verbringen.

Sweetness, I had a splendid time with you in Vienna and I hope that it will always be a special memory for both of us!

Mittwoch, 9. August 2017

Wiener Sightseeing ...

  ... ganz anders!

Seit Tagen hatte ich mich auf diese Morgenstunden, am Freitag, gefreut!

Mit einer lieben Freundin Zeit zu verbringen ist immer ein Geschenk. Und das dann noch zeitig in der Früh, wenn Wien und der Trubel der Stadt erwacht.


Seitdem ich in die Niederlande zog, war ich nicht mehr Nordic Walken. Früher habe ich Nordic Walken unterrichtet und fand es immer herrlich mit den "Stöcken" zu trainieren. Ja, ich vermisse es! Und noch immer kann ich es nicht mitansehen, wie so manche "Könner" ihre Stöcke verwenden, dies ist aber ein anderes Thema.


Um 6 Uhr früh begann unsere Wanderung beim Stadtpark. Ziel war es einmal um den Ring zu "walken". Es war so schön und ungewohnt am Asphalt zu walken und nicht im Grünen, doch war es auch spannend alles aus einem ganz anderem Blickwinkel zu sehen. Leider hat unsere Strecke am Morzinplatz geendet mit einem entsetzlichen Sturz.

Meine Walking-Partnerin ist gestolpert und hat sich das rechte Handgelenk gebrochen. Die Hand musste eingerenkt werden und jetzt schmückt ein weisser Gips ihren Arm 6 Wochen lang.

Fazit, wir hatten mehr Zeit als geplant miteinander, und konnten endlos plaudern. Unter gesunden Umständen wäre es mir und ihr viel lieber gewesen.

Eine Fahrt mit der Wiener-Rettung war ein Highlight und auch eine Wartehalle ist recht interessant!


Die Unfallabteilung eines Wiener Spital's hat sich im Laufe der Stunden (die wir dort saßen "wie bestellt und nicht abgeholt"), nicht nur mit mehr und mehr Menschen gefüllt, sondern auch mit verschiedenen Gerüchen.

Patienten sind gekommen und gegangen. Die Geruch ist geblieben und noch schlimmer ist immer unerträglicher geworden! Am Besten - nicht mehr Atmen!

Eine Dame, die uns gegenüber saß, in einem Rollstuhl der nur im Krankenhaus verwendet wird, hat bei der Frage ihres Geburtstages ein Jahr genannt, das erstaunlich war, 1918!

Zuerst dachte ich, ich habe mich verhört in dem Trubel der da so vor sich hin brodelte.

Eineinhalb Stunden später fragte sie einen Krankenpfleger, ob man sie vergessen hatte. Sie sprach im alten Wiener Dialekt, nicht so wie er heute in der Stadt gesprochen wird, sonder ihr Klang hatte eine andere Färbung. Josefine ... 1918ziger Jahrgang gab sie laut von sich.

Diese Josefine schaute wie Mitte Siebzig bin Anfang Achtzig aus, aber nicht Neunundneunzig!Sie war klein, vielleicht 1,60 und hatte schneeweißes kurzes Haar. Ihre Füsse berührten den Boden nicht. Hin und wieder döste sie ein um dieser Wartezeit zu entfliehen.

Ich werde diese kleine, zierliche fast hundertjährige Wienerin nicht so schnell vergessen. Wenn ich allein an unsere Wiener Geschichte denke wird mir ganz schummerig. 

Nach dem 1. Weltkrieg geboren.....

Meiner "Stecken-Partnerin" geht es mittlerweile besser. Sie erlernt gerade "Multitasking mit Gips" und da sie Rechtshänderin ist, ist es eine wahre Herausforderung.

Nordic Walken werde ich ab jetzt lieber alleine gehen, damit kein Unglück passiert!

Donnerstag, 15. Juni 2017

Und ich düse, düse, düse....

.... im Sauseschritt!

An dieses Lied aus den 80zigern musste ich denken, als ich Eilensschrittes von einen Termin zum anderen hetzte. Somit hatte ich oft die ausgeborgten Laufschuhe meiner Schwester an und die eleganten Sandalen in meiner Handtasche. 4 Tage Wien waren schnell vorbei und jetzt zählt die Erinnerung an Schönes, Produktives und Einzigartiges.

Es ist wie immer, betreten meine Füße Wienerboden, ist das Verlangen nach Schlaf so gering, dass ich mit 4-5 Stunden genug habe. Morgens sobald die Sonne ihre ersten Strahlen zeigt wach werde und etwas unternehmen möchte. So war es diesmal nicht anders!

Geschlafen wie im Koma, wach als gäbe es kein Morgen!

Jeden Tag ein anderes Programm, total ausgefüllt und noch immer zu wenig.
Jetzt wieder zurück in den Niederlanden vermisse ich es und genieße die Bilder der Erinnerungen.
Das Leben ist so unheimlich schön. Mit allen Ups and Downs einzigartig-herrlich und lebenswert.
Donnerstag, Freitag und Samstag bis zum frühen Nachmittag habe ich gearbeitet. Meine Firma WHAT A MiSS soll in meiner Heimat wieder ein Begriff werden. Besonders die MiSS Sackerl liegen mir am Herzen. Mehr dazu in einem anderen Blog.

Jeden Abend hatte ich ein herrliches Programm und schöpfte von neuem Kraft. Donnerstag Abend Schwanensee, Freitag, schwimmen an der Alten Donau und der Besuch  bei einem Stadtheurigen dem Brezel G'wölb. Samstag,  Der Bettelstudent in der Volksoper und danach noch Freunde sehen. Sonntag ging es dann mit der letzten Maschine zurück zu meiner Familie, die laut all den Fotos und Berichten es auch sehr Ereignisreich hatten ohne mich.

Ich hatte ganz besondere Augenblicke mit meinen Schwestern manche davon sind mir tief ins Herz gedrungen. Es ist eine besondere Liebe die uns verbindet. Nicht immer sichtbar, aber doch immer da.

So ein Aufenthalt in Wien wäre nie möglich ohne die Unterstützung meines Meneer van Duin's, der mir diesen Freiraum schafft und von Zuhause arbeitet, die Kinder ausgezeichnet versorgt und mir so die innere Ruhe gibt die gut ist um einen freien Kopf zu haben. Thank you Darling, for taking care.😘


Wien ist immer einzigartig und bald kehre ich zurück!