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Mittwoch, 2. Dezember 2020

Ein Adventskalender...

... für mich

Seit Jahren beschenken ich einige Lieben um mich herum mit selbstgemachten Adventskalendern. So auch dieses Jahr. Einige wurden in den Niederlanden verschickt, einer ging nach Österreich und jedes Jahr sind es Andere die unerwartet beglückt werden. 

Es gibt einen Einzigen, der jedes Jahr einen selbstgemachten oder selbstbefüllten Adventskalender bekommt und das ist Meneer van Duin, doch der hat es leider nicht so mit dieser Traditon. (gerade muss ich schmunzeln)

Doch gestern wurde mir von einer besonderen Freundin ein großes schweres Paket überreicht. Das Papier war ganz "Alexandra Stil" weiss mit goldenen Punkten. Erst am Abend in aller Ruhe nahm ich mir die Zeit um es auszupacken. Mit großen Augen und den Worten auf den Lippen " Oh, wie schön" was ich immer und immer wieder wiederholte tauchten meine Finger in die Schachtel.

Bedeckt mit Wiener Zuckerl kamen Geschenke zum Vorschein in verschiedenen Größen, leichte und schwere, große und kleine, jedes anders und natürlich für jeden Tag eines.

Noch nie, wurde ich mit einem selbstgemachten Adventskalender beschenkt. 

Meine jüngste Schwester verwöhnte mich seit meinem Umzug in die Niederlande mit nostalgischen Bilder-Adventskalendern. Eine Wiener-Freundin mit einem Räucher-Adventskalender. Meine Herzens-Freundin und ich tauschten immer gerne Tee-Adventskalender von Sonnentor aus, die man manchmal auch in den Niederlanden bekommt. Und eine andere Deutsche Freundin in den Niederlanden mit einem Sprüche-Adventskalender. Diese Tradition mag ich so gerne auch bin ich freu mich jedes Jahr wie ein Kind, damals vor, vielen, vielen Jahren.

Für die Kinder machte, oder kaufte ich jedes Jahr verschiedene und dieses Jahr gibt es für jedes Kind einen Bild-Adventskalender und einen großen Familien-Aktivitäten-Adventskalender. Jeden Tag in der Früh wird eine kleine Karte aus dem entsprechenden Tasche geholt. Darauf steht, die Schriftstelle des Tages und eine Familien-Aktivität.

Die Schriftstellen aus dem Alten- und Neuem Testament bringen uns jeden Tag ein bisserl näher an die Geburt Christi. Diese lesen wir Abends zusammen nach dem Essen. Gestern hat sich daraus ein nettes Gespräch mit den Kindern ergeben, was mich immer sehr freut.

Die Aktivität von gestern war, die Weihnachtsschachteln durchzuschauen und das eigene Zimmer zu dekorieren. Vienne und Constantin hatten viele Ideen und manche wurden und konnten umgesetzt werden. 

Am Abend erstrahlen ihre Zimmer mit kleinem Weihnachtsbaum aus dem Garten in Constantins Zimmer plus einen 20 Jahre alten Adventkranz aus Holz geschnitzt mit Schneemännern, einige Lichtfiguren und der Balken wurde mit einer Lichterkette umwickelt. Vienne möchte es ein wenig dezenter, aber auch hier gibt es viel warmes Licht zu finden.

Die Kinder waren glücklich und ließen Meneer van Duin voll stolz ihre Zimmer sehen. 

Unser Teenager, findet alles gut, doch bitte nicht miteinbeziehen, den er ist anderweitig beschäftigt. 

So werden die zwei Jüngsten und ich einige Aktivitäten alleine erleben und das ist auch sehr schön.

Heute ist Kekse backen am Nachmittagsprogramm mit neuen Keksformen. Hin und wieder gibt es auch Süßes, aber nur hin und wieder.

Ich bin noch immer sehr berührt von dem wunderbaren Adventskalender der mich diese Adventszeit begleitet und werde gleich mal das nächste Päckchen öffnen.

Schönen Advent, A.-Alexandra

Montag, 30. November 2020

Der Advent, ...

 

... meine liebste Zeit im Jahr.

Gestern, haben wir die erste Kerze, am Adventkranz, angezündet so wie viele Andere zu Hause in Österreich, oder in Europa. Doch hier in den Niederlanden ist das nicht so. Dieser Brauch ist fremd. 


Seit Jahren binde ich unseren Kranz und halte somit diese Tradition in Ehren. Hier, in den Niederlanden, ist man sehr mit dem Sinterklaas beschäftigt der am 5. Dezember die Geschenke bringt. Die Kinder werden am Laufenden gehalten durch das Sinterklaas Journal, eine eigene Sendung die Mitte November beginnt und jeden Tag ausgestrahlt wird bis Sinterklaas mit seinen Helfern und Boot zurück nach Spanien abreist, wo er wohnt. Die Kinder gehen verkleidet zur Schule im Piete-Kostüm und abends werden an so manchen Tagen Lieder gesungen und Zeichnungen gemacht und die Schuhe aufgestellt mit Karotte, oder Apfel darin. Sie hoffen und wünschen, dass doch die Pieten vorbei kommen und eine Kleinigkeit in den Schuh tun. Pepernoten, Schokolade oder manchmal sogar ein kleines Geschenk. Am 5. Dezember, abends kommen dann die großen Geschenke. Hier ein Link zu einem früheren Blog zu Sinterklaas mit Fotos etc.

Wir feiern ein bisserl gemixt. Da Meneer van Duin ohne die Traditon von Sinterklaas aufgewachsen ist, in Frankreich, ist das nicht so ein großes Problem. Es wurde zu einem als die Kinder zu Schule gingen und natürlich auch ein Pieten-Kostüm an wollten und natürlich auch Geschenke im Schuh ersehnten während der Sinterklaas-Zeit.

Doch, ich halte fest an dem mir vertrauten und lieb ist. Da wir halb - halb sind ist das eine gute Sache, außerdem hält Meneer van Duin von diesen Traditionen nicht so viel und macht nur uns zu Liebe mit. Was ich sehr schätze.

Am Samstag hab ich ein Gartenzentrum in unserer Nähe zum ersten Mal besucht, welches ich noch nicht kannte und war verzaubert. Vienne und ich hatten einen Mutter-Tochter Nachmittag zusammen und haben es genossen. auch haben wir dort Reißig gefunden, einen Strohkranz und Kerzen. 


Gestern ging es dann ans Werk und zum Glück war der Kranz schnell gebunden, was ich diesmal draußen im Garten gemacht habe. Es ging nämlich kein Wind und dann lässt es sich gut arbeiten. In den Weihnachtskisten kamen meine zwei Liebling-Engel zum Vorschein, die ich vor 15 Jahren oder so in Wien erstanden habe und zwei Pferde, die sind wahrscheinlich auch so alt.


Da wir seit diesem Jahr 4 Katzen haben, wollte ich den Adventkranz eigentlich aufhängen, doch das ist nicht so einfach, somit nahm ich eine große, bauchige Vase von meiner Schwiegermutter und steckte den Kranz darüber, er blieb auf der dicksten Stelle hängen und schwebt somit in der Luft. Das innere der Vase habe ich mit Zweigen ausgefüllt und von unserer Krippe Maria, Josef und das Christkind hineingelegt. Vienne hat noch ihren rosa Stern zu einem der Engel gesteckt und voilà, fertig.


Am Abend nach dem Abendessen, wurde dann die erste Kerze angezündet, nachdem wir unser Adventlied gesungen haben, eine Geschichte vorgelesen und dabei gab es eine Appeltaart (Apfelkuchen) als Dessert. Die Adventskalender wurden ausgeteilt und unsere Jüngste hatte Anfangs ein großes Problem, da es dieses Jahr kein Schokolade Adventskalender ist, sondern nostalgische Kalender mit Bildern. Den wollte sie nicht und hat sich lautstark aufgeregt, armes Mädchen. Es gibt diesen, oder keinen, na, dann nimmt sie lieber den und bald war es der Schönste und Beste von allen.

Was die Kinder nicht wissen ist, dass sie heute Abend noch ein Adventskalender erwartet mit kleinen Aktivitäten in jeder Tasche für die kommenden 24 Tage und Geschichten über Jesus und alles was mit Weihnachten zu tun hat.

Die letzten Wochen war ich mit einigen Adventskalender beschäftigt, die ich verschickt habe als kleine Geschenke und davor mit Ideen suchen. Wie gesagt, diese Zeit des Jahres ist mir am Liebsten.

Das wir diese Zeit mit der Sicht auf Jesus Christus verbringen und uns auf seine Geburt vorbereiten erfüllt mein Herz. Es gibt nichts Schöneres um diese Zeit zu nutzen und sich auf Weihnachten einzustimmen.

Ich bin meinen Eltern dankbar, besonders meiner Anyukam, die alle Feste des Jahres so wunderbar vorbereitete, doch ganz besonders Weihnachten. Es gab immer leckere Kekse, Kuchen, warme Schokolade und wunderbare 4 Adventssonntage mit ganz viel singen, basteln und spielen. Die Weihnachtsfilme nicht zu vergessen, eingekuschelt auf dem Sofa oder am Teppich im Wohnzimmer. Das viel Salzteigbasteln und die vielen Stunden an Rummy spielen. Das Musizieren mit meinen Vater, der mit Sopran-Blockflöte, später Alt-Blockflöte und Mundharmonika beibrachte. Manchmal durfte ich seine Okarina spielen, die so einen schönen Ton hat, oder auch die Panflöte ausprobieren. Mit seiner Gitarre begleitete er  alle Lieder und wir sangen als Familie dazu. Schöne Zeiten waren das, sehr schöne Zeiten.

Den Heilgen Abend, mochte ich nicht und lange habe ich mich davor gedrückt ihn selbst zu feiern. Deshalb habe ich später die amerikanische, aber zum Teil auch ungarische Tradition übernommen, die Geschenke am 25. Dezember unter dem Baum zu finden. Das macht es auch für mich als Mutter soviel einfacher und der Weihnachtsbaum wird schon ein paar Tage vor dem 24. von uns allen gemeinsam geschmückt mit ganz verschiedenen Ornamenten. Es gibt nicht ein Thema nachdem wir schmücken, sondern es sind Ornamente mit vielen Erinnerungen, die am Baum hängen.

Ach ja, und fasten tu ich noch immer, aber dazu in einem anderen Blog, A.-Alexandra