Sonntag, 22. April 2018

Eine besondere Frau...

...Irma van Duin Marchand

Es gibt seit 8 Wochen keinen einzigen Tag an dem ich nicht an sie denke. 

Das ihr Tod mich so mitnehmen  würde hätte ich mir nicht gedacht, doch das tut es.

Die Mutter von Meneer van Duin und Oma meiner Kinder hat ihre Familie ohne ein letztes Wort ganz im Stillen und alleine verlassen und doch höre ich sie an so manchen Tagen in meinen Gedanken.

Ein paar Tage vor Erik's Geburtstag war sie von uns gegangen und mit ihrem Tod, haben wir ein neues Familienmitglied geerbt. Indy, ihre Hündin, ist zu unserem Hund geworden.

Wenn ich mit Indy spaziere und diesen kleinen flinken Beinchen nach schaue wie sie durch die Welt laufen kann ich nicht anderes als an Irma denken. Ob wir in ihrem Sinne handeln

Ich mochte ihr Lachen so sehr. Auch war sie eine ernste, unnahbare Frau, ich war mir einige Jahre nicht sicher ob sie mich überhaupt mag, doch ihr Lachen war so jung und herzhaft. Oh ich liebe es. Wenn man durch diese Wand des, sich aufregende und klagende hindurchsah, war da ein wunderbarer schöner und sehr herzlicher Mensch. Wenn man so einen Menschen zum Freund hat, braucht man keinen anderen mehr.

Eine Frau mit der man die ganze Nacht durchplaudern konnte, Musik hören, in die Tierwelt eintauchen und ach was konnte die Frau gut kochen.

So eine leckere Minestrone werde ich nie wieder essen.

Leider behielt sie gerne jedes Rezept der verschiedenen Köstlichkeiten für sich und gab nichts preis.

Sie liebte das Exquisite an antiken Gegenstände und einige Kulturen hatten es ihr angetan. Ihr Haus war gefüllt von besonderen Statuen, Gemälden, kleinen und großen Liebhaberstücken. Zu jedem Stück gab es eine passende Geschichte. Gerne hörte ich ihr zu und bin dankbar für all das Erzählte.

Das Lesen hat sie begeistert und ihre Bücherschränke gingen über von leicht-unterhaltsamen "Literatur" bis zu Geschichtsbücher und Nachschlagewerke der Blumenwelt und Stilen der verschiendenen Epochen. Der Jugendstil hatte es ihr besonders angetan und da hat sich unser Geschmack absolut getroffen.

In den letzten Wochen habe ich einen tieferen Einblick in ihr Leben bekommen, leider ohne ihrem Beisein, doch mit ganz vielem von ihr. Oft war es schwer für mich den einen oder anderen Gegenstand in die Hände zu nehmen. Wie schwer ist es da erst für ihre beiden Sohne und einer Schweigertochter die sie seit ihrer Jugend kennt.

Ach Irma, wie dankbar bin ich Dich an Deinem letzten Geburtstag umarmt und Deine Wange gedrückt zu haben. das ich Dir sagen konnte, dass ich Dich lieb hab'. Gerne bin ich mit Dir in der Küche gestanden und hab' Dir immer wieder meine Hilfe angeboten. Doch war nie wirklich etwas zu tun, denn Du hattest alles fest im Griff. Danke für Deine Indy und wir passen gut auf die kleine resolute Dame auf.

Ich hoffe, dass Dein Cor mit seinen liebenden Armen Dich in Empfang genommen hat und Du für immer glücklich sein kannst. Du musstest ein halbes Leben auf diesen Moment warten. Wie haben Deine Augen immer wieder geleuchtet wenn Du von ihm erzählt hast.

Leb wohl, Du besondere Frau, auf ein Wiedersehen.

Ps. Bedankt Steven, voor het portret.

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