… eine ganz besondere Frau!
In Nächten wie diese, wo mich der Schlaf verlässt und ich in einen See von Schmerzen tauche, die kein Zauber verschwinden lässt, würde ich manchmal gerne einen Bericht an Jenn schicken und von ihr lesen.
Sie hatte immer etwas neues, interessantes und aufbauendes in Petto. Ein interessantes Buch, Artikel die sie nicht nur gelesen hat, sondern studiert. Ernährungsweisheiten, die Sinn machten, aromatische Öle, oder ganz einfach nur ihr bezauberndes Lächeln und ihre positive Art.
Als ich Jenn vor Jahren kennenlernte, hat mich ihr strahlendes Wesen beeindruckt, damals Mutter von 5 Kindern und immer unzählige andere Sachen die sie unter einen Hut brachte. Ich weiß noch was ich dachte als ich sie beobachtete, als sie damit beschäftigt war ihre Kinder liebevoll zum leiseren Spielen aufforderte. Wir waren in einer Versammlung, ich weiß gar nicht mehr wo und wann, aber ich dachte mir, "Was für eine Frau!" Ich war damals Mutter von 4 Kindern, schwanger mit Nummer 5 und äußerst beeindruckt.
Beeindruckt, weil sie so anders war. Nun ja, als Amerikanerin in den Niederlanden ist man anders, genauso wie ich als Österreicherin, aber sie war ganz anders. Es machte ihr nichts aus was andere von ihr dachten. Wenn andere um sie herum manchmal die Nase rümpften, sie zog ihr Ding durch. Sei es zum Beispiel ihre vielen Kinder, die manchmal mit laufender Nase, barfuss aber strahlend herumliefen. Jenn brauchte kein besonderes Accessoire, denn ihr Lächeln reichte und die besondere Liebe die man um sie spürte. Sie war immer zur Stelle und hatte immer einen guten Rat, wenn man danach fragte und eine herzliche Umarmung.
Jenn, eine Frau mit großem Glauben an Jesus Christus, dieser Glaube der immer vorhanden war der sie, ihren Mann und ihre Familie gestärkt hat und Alle die mit ihr in Kontakt kamen.
Als sie mir damals erzählte, dass sie Brustkrebs hat konnte ich es nicht glauben. Ich war damals recht geschwächt nach einer meiner Kieferoperationen und den Tränen nahe. Sie war so überzeugt, dass sie es schaffen wird und wie immer hatte sie schon alles recherchiert und somit einen Plan. Einen ganz anderen Plan als die niederländischen Ärzte und um ihren Plan folgen zu können brauchte sie Mut, Geld und Vertrauen in dem Herrn. Ich glaube Jenn, hat nie etwas in ihrem Leben entschieden, ohne im Gebet nachzufragen.
Sie teilte mit mir ihre Liste and Lebensmittel, ätherischen Ölen, empfiel mir Ärzte der alternativen Medizin. Ihre starke positive Art ihren Kampf zu gewinnen ist ein großes Beispiel für mich.
Die Nachricht ihres Todes, hat mir den Füßen unter den Boden weggezogen und tagelang konnte ich an nichts anderes denken als an Jenn, ihre 7 Kinder und an ihren Mann.
Ich hatte noch Ende 2018 für mich entschieden 2019 meinen Zuckerverbrauch auf 0 zu reduzieren. Das ich alles dafür tun werde meinen Entzündungen die Nahrungsgrundlage zu nehmen. Das ich meinem Kiefer die 16 bis 18 Stunden Ruhe einräume und mich an alles halte was mir, so hoffe ich, ein langes Leben beschert und vor allem meine Schmerzen verringert.
So gerne hätte ich ihr davon erzählt, doch ich wusste dass sie eine Operation hinter sich und eine vor sich und dachte, wenn es ihr besser geht dann....
Dazu ist es nicht mehr gekommen und ich vermisse ihren Rat!
Sie hat es nicht geschafft.
Ich war all die Zeit so davon überzeugt, wenn einer es schafft, dann Jenn. Sie muss es schaffen! Sie hat 7 Kinder, sie kann doch nicht gehen, doch sie ist gegangen. In einer Januarnacht hat der Herr sie zu sich geholt.
Jenn, wir wollten doch noch Apfelstrudel zusammen essen!
Sie ist bestimmt einer der ganz fleißigen Engel und wenn ich für ihre Familie bete, dann spür ich, dass alles gut ist, so wie es ist, auch wenn es viel zu Schrecklich ist.
Oh Jenn, I miss you!
Till we meet again, thanks Jenn





















